PreiserhöhungenHöhere Gebühren bei Postbank und Deutscher Bank: Kunden zahlen mehr fürs Girokonto

Nach der Postbank plant angeblich auch die Deutsche Bank, die Gebühren zu erhöhen. Das Girokonto wird damit teuer. 
 

Inhalt
  1. Erhöhte Kosten, erhöhter Ärger
  2. Was genau wird teurer?
  3. Postbank und Deutsche Bank als Negativ-Vorbild?

Wie die 'Süddeutsche Zeitung' berichtet, steht Kunden der Postbank und der Deutschen Bank eine zweite Welle von Preiserhöhungen ins Haus. Schießen sich die klassischen Filialbanken damit weiter ins Aus?

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Erhöhte Kosten, erhöhter Ärger

Immer mehr Bankkunden sind unzufrieden mit den Gebühren, die die Finanzhäuser erheben. Ob nun die Kreditkarte, das Geldabheben oder das Girokonto: Immer wieder müssen Kunden für Gebühren aller Art in die eigene Tasche greifen. 
Schon 2016 hatte die Postbank ihr kostenloses Girokonto abgeschafft. Im Folgejahr erhöhten Banken und Sparkassen dann zum Ärger ihrer Kunden ihre Gebühren deutlich. Sparkassen-Kunden müssen seitdem teilweise fürs Geldabheben zahlen. 

 

Was genau wird teurer?

Seit Kurzem ist bekannt, dass die Postbank unter anderem die Gebühren für das Girokonto erhöhen wird. Ab dem 1. Oktober 2019 zahlen Privatkunden dann für das "Postbank Giro plus" statt 3,90 € genau einen Euro mehr, also 4,90 €. Beleghafte Überweisungen sollen indes auf 1,90 € angehoben werden. So schreibt das Handelsblatt.

Wie die 'Süddeutsche Zeitung' weiterhin meldet, könnte die Deutsche Bank in Sachen Gebührenerhöhung mitziehen. Die beiden Bankhäuser gehören zusammen und glaubt man dem Bericht, könnte die Preiserhöhung bei der Deutschen Bank ebenfalls noch in diesem Jahr anstehen. Nach Informationen der 'SZ' trifft es bei der Deutschen Bank allerdings nicht die Privatkunden, sondern die Geschäftskunden. Vonseiten der Bank gibt es dazu noch kein Statement.  

 

Postbank und Deutsche Bank als Negativ-Vorbild?

Die 'Süddeutsche Zeitung' wirft weiterhin die Frage auf, ob sich Volksbanken und Sparkassen an der zweiten Preiserhöhung ein Beispiel nehmen und mitziehen werden. Als Grund führen die Experten die Marktmacht von Postbank und Deutscher Bank an: Die "Verlockung, kurzfristige Ertragsprobleme über Gebührenerhöhungen zu lösen", sei hoch, "sodass vermutlich weitere Marktteilnehmer folgen werden", sagt Peter Barkow vom Analysehaus Barkow Consulting.

Nach eigenen Angaben verfügen beide Finanzhäuser zusammen über zwanzig Millionen Privat- und Geschäftskunden in Deutschland. Höhere Gebühren fürs Girokonto schlagen da sehr deutlich zu Buche. 

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