Hilfe gegen DepressionenPostpartale Depression: Schwangere Frauen für Studie gesucht

Mütter mit postpartaler Depression brauchen dringend Hilfe. Die Ergebnisse der Studie der Universität Zürich sollen zu Verbesserung der Hilfsangebote beitragen.
Mütter mit postpartaler Depression brauchen dringend Hilfe. Die Ergebnisse der Studie der Universität Zürich sollen zu Verbesserung der Hilfsangebote beitragen.
Foto: iStock
Inhalt
  1. Schwangere Frauen für Studie zu postpartaler Depression gesucht 
  2. Ergebnisse sollen Hilfe für betroffene Frauen verbessern
  3. Als Dankeschön gibt es Baby-Produkte

Um Müttern mit postpartaler Depression besser helfen zu können, startet die Universität Zürich eine Studie mit 1000 schwangeren Frauen - alle Infos.

 

Schwangere Frauen für Studie zu postpartaler Depression gesucht
 

  • Eine postpartale Depression nach der Geburt macht es den betroffenen Müttern extrem schwer, eine liebevolle Bindung zu ihrem Kind aufzubauen. Frauen, die unter einer postpartalen Depression leiden, brauchen dringend Hilfe, um ihre Psyche wieder in Balance bringen zu können.
     
  • Um zu erforschen, weshalb einige Frauen nach der Schwangerschaft depressive Symptome entwickeln und andere nicht, plant aktuell die Universität Zürich eine umfassende Studie zu dem Thema – für diese werden jetzt Teilnehmerinnen gesucht.
 

Ergebnisse sollen Hilfe für betroffene Frauen verbessern

1000 Frauen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sollen durch ihre Schwangerschaft hindurch zu ihrem körperlichen und seelischen Befinden befragt werden, um künftig an postpartaler Depression erkrankten Frauen besser helfen zu können.

Mittels Online-Fragebogen werden dafür über 12 Monate drei Mal unterschiedliche Merkmale (psychosoziale Risikofaktoren), die mit der Entstehung einer Depression nach der Geburt im Zusammenhang stehen können, abgefragt. Dabei interessieren sich die Wissenschaftler besonders für:

  • das psychische Wohlbefinden der Teilnehmerinnen
  • schwangerschafts- und geburtsbezogene Aspekte
  • Einstellungen, Persönlichkeit und kognitive Funktionen während der Schwangerschaft und nach der Geburt.

Ablauf der Studie:
 

So soll die Studie der Universität Zürich zu Depressionen nach der Geburt ablaufen.
So soll die Studie der Universität Zürich zu Depressionen nach der Geburt ablaufen.
Foto: Universität Zürich

Die Ergebnisse dieser Studie unter der Leitung von M. Sc. Eszter Pataky & Prof. Dr. rer. nat. Ulrike Ehlert sollen zu einem besseren Verständnis der Entstehung depressiver Symptome während und nach der Schwangerschaft beitragen und können künftig für Prävention und Behandlung genutzt werden.

 

Als Dankeschön gibt es Baby-Produkte

Die teilnehmenden Frauen erhalten als Dankeschön für ihre Mühen 4 bis 6 Wochen nach der Geburt einen Präsentkorb mit Babyprodukten von MAM (Nuggi und Baby-Flasche), HiPP (Produktpaket) und Weleda (Pflegeprodukt in Kennenlerngröße) und/oder einen Teil ihrer Ergebnisse.

Bei allen drei Online-Befragungen besteht die Möglichkeit, eine kurze Rückmeldung zu den aktuellen depressiven Symptomen zu bekommen. Die Teilnehmerinnen können jeweils angeben, ob sie ihre Depressionswerte einsehen möchten oder nicht.

Die gesammelten Daten werden absolut vertraulich behandelt und alle gesetzlichen Regeln des Datenschutzes werden eingehalten. Alle Mitglieder des Studienteams sowie die Studienleitung haben eine verbindliche Schweigepflichtserklärung unterzeichnet.

Video: Körperliche Symptome einer Depression

 

Teilnahmebedingungen der Studie

An der Studie teilnehmen können alle schwangeren Frauen, welche

  • die 32. Schwangerschaftswoche (32+0) erreicht haben (berechnet vom ersten Tag der letzten Menstruation),
  • zwischen 18 und 45 Jahre alt sind,
  • über gute Deutschkenntnisse verfügen,
  • einen Zugang zu einem Computer/Laptop mit Tastatur und Internetverbindung besitzen.

An der Studie nicht teilnehmen können Frauen,

  • die durch künstliche Befruchtung schwanger geworden sind,
  • mit Zwillingen oder Mehrlingen schwanger sind,
  • unter Schwangerschaftskomplikationen leiden inklusive Hypertonie, Diabetes mellitus, Hyperemesis gravidarum (extreme Schwangerschaftsübelkeit), Verdacht auf fetale Wachstumsrestriktion, durch Ultraschall bestätigte strukturelle Anomalien.

Mehr Informationen zu der Studie gibt es hier: www.ichbinschwanger.ch.

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