Oh nein!

Primark: Hiobsbotschaft vom beliebten Mode-Discounter!

Muss der beliebte Mode-Riese Primark in Deutschland den Rückzug antreten?

Mode-Discounter Primark im Einkaufszentrum Milaneo in Stuttgart.
Foto: IMAGO / Arnulf Hettrich

Seit 2008 ist die Devise des ABF-Konzerns "Primark" neueste Mode zu Tiefstpreisen anzubieten. Lange Zeit war diese Geschäfts-Strategie der Erfolgsgarant schlechthin für das irische Unternehmen. Nun droht der beliebten Modekette allerdings der Ausverkauf. Auch in Deutschland sind erste Geschäfte schon von Schließungen betroffen. Erfahre alles, was du darüber wissen musst.

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Modekette Primark von Schließungen betroffen

Schon einige Filialen der Billig-Modekette mussten in Deutschland schließen. Wie die "Wirtschaftswoche" jetzt berichtet, kündigte Primarks Mutterkonzern ABF an, auf den Wert der Aktivitäten in Deutschland rund 240 Millionen Euro abzuschreiben.

Mit dieser "Neupositionierung" wolle das Unternehmen das Geschäft „nachhaltig profitabel“ machen. Denn seit dem anfänglichen Mega-Erfolg des Geschäftsmodells in den 2000er Jahren rasen die Umsatzzahlen in den Keller: So waren es im Jahr 2019 einst 926 Millionen Euro, während die Umsatzerlöse im vergangenen Jahr schon auf 380 Millionen Euro schrumpften.

Primark pleite? Der „Anfang vom Ende“?

Womöglich der "Anfang vom Ende" des Unternehmens, so formulieren es jedenfalls Experten der "Wirtschaftswoche". Denn Primark steht nicht erst seit Anbeginn der Öffnung seiner Filialen unter starker Kritik von Umweltschützern und Menschenrechtlern.

Auch habe die Mode-Kette zu ehrgeizig expandiert, große und somit kostspielige Ladenflächen in den Innenstädten gekauft sowie auf den Aufbau eines Online-Geschäfts völlig verzichtet. Ein wichtiges Handelsfeld, welches nicht erschlossen wurde und dessen Fehlen sich wohl gerade zu Pandemiezeiten zu einem Problem für den Billig-Mode-Giganten herausstellte.

Seitens Primark heißt es: „Wir bleiben unseren treuen Kunden in diesem wichtigen Markt verpflichtet und prüfen nun Optionen, um unser Geschäft in Deutschland langfristig wieder rentabel zu machen“.

Konkret ist bisher bekannt, dass der Mutterkonzern ABF zum einen auf eine neue Nachhaltigkeitsstrategie setzen will und damit gleichzeitig sein Image dem Zeitgeist anzupassen. Zum anderen soll als erster Schritt in Richtung Online-Handel das System "Click and Collect" eingeführt werden. Die Kunden können die Artikel also online aussuchen und in den Filialen vor Ort abholen.

Man sollte meinen, dass durch die aktuelle Inflation Mode zu Discounterpreisen gefragter denn je ist. Schau dir im Video nochmal genau an, was die Inflation bedeutet:

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Artikelbild und Social Media: IMAGO / Arnulf Hettrich

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