Fahrlässige TötungProzess in Berlin: Kind (8) fällt aus Hochbett und stirbt – Eltern verurteilt

Im Februar fiel ein achtjähriges Mädchen nachts aus dem Bett und schnitt sich an einer Scherbe einer zerbrochenen Lampe die Halsschlagader auf. Nun standen die Eltern des Kindes vor Gericht.

Am 8. Februar stürzte ein achtjähriges Mädchen vom dritten Stock des Hochbetts auf eine Keramiklampe. Der Sturz war 2,30 Meter tief. Eine Scherbe durchtrennte ihre Halsschlagader. „Der Unfall war vorhersehbar“, sagte die Staatsanwältin laut „bz-berlin.de“ vor Gericht zu den Eltern des Mädchens.

„Ich bin aufgewacht, weil es schrecklichen Krach gab“, sagte Monika L., die Mutter des Mädchens. Die Geschwister hatten den Eltern bescheid gegeben. Monika L. habe im Dunkeln herumgetastet und habe etwas Feuchtes, dann den Körper ihrer ältesten Tochter gespürt. Als sie das Licht anmachte, so berichtet „rbb24.de“, habe sie einen Schock erlitten. Die Achtjährige lag blutüberströmt und leblos vor ihr. Der Notarzt wurde sofort verständigt.

 

Kein Augenblicksversagen

Der Arzt reanimierte das Mädchen. Sie kam sofort ins Krankenhaus. Jedoch verstarb sie dort kurze Zeit später. Hirntod nach Blutverlust war die endgültige Todesursache. Nun standen die Eltern vor dem Amtsgericht Tiergarten. Die Aussage des Kripo-Kommissars Steffen W.: „Sicherungsmaterial lag vor dem Bett, war aber nicht angebracht.“

„Es war kein Augenblicksversagen“, sagte die Amtsrichterin, berichtet „bz-berlin.de“ weiter. „Das Bett wurde ohne Absturzschutz schon knapp ein Jahr lang benutzt. Sie werden den Rest Ihres Lebens damit leben müssen.“ Dass das Bett so lange ungesichert war, gaben die 30-jährige Mutter und der 40-jährige Vater ohne Umschweife zu.  Das Urteil für die Eltern: fahrlässige Tötung durch Unterlassen. Beide Elternteile müssen jeweils 1350 Euro Strafe zahlen. Beide zahlen die Summe in 90 Tagessätzen á 15 Euro ab, da beide von Hartz IV leben.

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