KindesmisshandlungProzess in Memmingen: Baby von Vater blind und gelähmt geschüttelt

Vor 18 Monaten hat ein Vater aus Memmingen sein Baby so stark geschüttelt, dass es erblindete, Lähmungen erlitt und nicht mehr sprechen kann. Heute begann der Prozess des Angeklagten.

Laura hat ihr ganzes Leben noch vor sich. Aber die Zweijährige wird es nie so leben können, wie andere Menschen ihres Alters. Als Kind nicht, als Teenager nicht und auch nicht als Erwachsener. Denn ihr Vater soll das das Mädchen vor eineinhalb Jahren so heftig geschüttelt haben, dass es heute blind ist und nicht mehr sprechen kann. Außerdem sind Arme und Beine des Kindes gelähmt.

Der Mann, dem Misshandlung von Schutzbefohlenen vorgeworfen wird, sei zur Tatzeit alkoholisiert gewesen, so der Anwalt des Vaters, der das Geständnis vorlaß. Das Baby habe vermutlich gezahnt oder hatte einen Infekt, sodass der Vater überfordert gewesen sei. Hinzu kam, dass die Mutter des Kindes wegen psychischer Probleme regelmäßig in einer Klinik war. Daher lebte der Angeklagte mit Laura sowie seiner zweiten Tochter (drei Jahre alt) im Haus seiner Eltern. 

 

Angeklagter legte sich nach der Tat schlafen

Nach der Tat soll er laut des Verteidigers weiterhin regelmäßig Alkohol konsumiert haben. „Der Angeklagte wollte seine Schuld ertränken und sich totsaufen“, sagte Anwalt Michael Bogdahn. Nun wisse er aber, dass er damals Hilfe hätte holen müssen, damit es nicht so weit hätte kommen können. Nach den schrecklichen Geschehnissen hat der Mann seine Tochter wieder ins Bettchen gelegt und sei schlafen gegangen. Am nächsten Tag alarmierte er den Notarzt. 

Am heutigen ersten Prozesstag am Landgericht Memmingen wollte sich der 37-Jährige nicht zum Geschehen äußern. Lauras Vater drohen bis zu zehn Jahre Haft. Das Urteil soll am 4. Juli fallen. 

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