RentenRente unbezahlbar? Dem Staat fehlen Milliarden!

Der Streit um die Rente geht in die nächste Runde. Rechenexperten haben am Montag ihren kritischen Bericht an das Bundeswirtschaftsministerium geschickt. In dem haben sie die Renteneinigung zwischen der Union und der SPD im Koalitionsvertrag nachgerechnet und sind sich sicher: Es fehlt jede Menge Geld – so ist die versprochene Rente nicht tragbar.

Die neue Regierung hat im Koalitionsvertrag in Bezug auf die Rente eine „doppelte Haltelinie“ festgesetzt. Diese besagt, dass die Rente nicht unter 48% sinken darf, aber die Beiträge gleichzeitig nicht über 20% ansteigen dürfen. Da aber die Bevölkerung immer älter wird, verursacht die Rente immer mehr Kosten, während die Beitragszahlungen weiter zurückgehen. Eine Rechnung, die nicht aufgeht.

 

Kostenfalle Rente

Das ist zwar nichts Neues, aber aktuell wird das Problem auch wieder nur vertagt und nicht gelöst. So entstehen enorme Kosten, die gedeckt werden müssen. Die Ökonomen rechnen mit Zusatzkosten von Dutzenden Milliarden Euro, um die Finanzierungslücke zu schließen.

Die doppelte Haltelinie wird zwar erst in der nächsten Wahlperiode Geld kosten, doch laut der Rechnung des Max-Planck-Institutes für Sozialrecht und Sozialpolitik in München würden folgende Summen in Zukunft entstehen: Im Jahr 2025 müssten 11 Milliarden Euro gedeckt werden. Fünf Jahre später wären es bereits 45 Milliarden Euro. 2048 rechnen die Experten mit Kosten in Höhe von 125 Milliarden Euro pro Jahr. Gleichzeitig wird die kommende Mutterrente mit 3,5 Milliarden Euro im Jahr dem Haushalt zur Last fallen.

 

Wo soll das Geld herkommen?

Im Koalitionsvertrag heißt es, dass die Kosten „bei Bedarf durch Steuermittel sichergestellt“ werden sollen und dieser Bedarf wird definitiv kommen. Eine mögliche Lösung wäre die Erhöhung der Mehrwertsteuer. Doch um diese Summen auf Dauer stemmen zu können, müsste diese langfristig von 19% auf ganz 26% steigen. Als Alternative das Renteneintrittsalter noch weiter zu erhöhen, gilt als nicht umsetzbar. Die Frage nach dem Geld bleibt also bestehen.

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