Antibiotika im EssenResistente Keime – Warum das Mettbrötchen krank machen kann

Resistente Keime aus unserem Essen können uns krank machen. Ernährungsprofi Patric Heizmann hat uns erklärt, wie du dich und deinen Darm fit hältst und es schaffst, den Keimen den Kampf anzusagen.

Resistente Keime – Warum das Mettbrötchen krank machen kann
Foto: i_compass / iStock

Antibiotika wurden in der Vergangenheit massiv in der Tierzucht eingesetzt, damit das dauergestresste Nutztier möglichst ohne Schnupfen zur Schlachtbank geführt werden kann. Doch nun schlagen die Tiere zurück und greifen unsere Gesundheit an. Indirekt zumindest...Mittlerweile ist es amtlich: Ein neues Arzneimittelgesetz trat in Kraft, welches den Antibiotikaeinsatz in der Tiermast deutlich reduzieren soll. So gelten neue Meldepflichten und strengere Vorgaben: Tierhalter müssen Anwendungen bei Schweinen, Puten, Hühnern und Rindern nun regelmäßig amtlich melden. Die Daten werden bundesweit erfasst und bewertet. Diese Anpassung war dringend nötig, weil der Einsatz mit den Medikamenten ausuferte: Bisher wurde vorsorglich immer der ganzen Zucht Antibiotikum verabreicht, wenn ein Tier in der Sippe Halsschmerzen bekam. Das war praktisch so, als ob alle Menschen in einem vollbesetzten Zug gleich mit dem Keimkiller abgefüllt wurden, sobald einer gehustet hätte.

Trilliarden Keime haben den Kampf mit den Arzneimitteln nicht überlebt. Zum Wohle der Tiere, zum Wohle der Menschen. Doch ein paar Keime hat der Todeskampf noch härter werden lassen. Sie überlebten und die wollen jetzt ihre ermordeten Familienmitglieder rächen. Sie haben hart trainiert, sich richtig fit gemacht und überleben nun die Standart-Antibiotika. Diese Bakterienmuskelprotze nennen wir „resistente Keime“. Genau die sind richtig gefährlich und sie schmuggeln sich übers Essen in unsere Gedärme... Falls du erfahren möchtest, weshalb das auch eine ausschlagebene Rolle für deine Figur haben kann, nimm jetzt am kostenlosen Online Semir von Profi Patric Heizmann teil.

 

Das Mett-Brötchen: ein trojanisches Pferd - oder eher Pute?

Die Deutschen lieben Geflügel, weil es billig ist und für die Figurbewussten praktischerweise noch sehr fettarm ist. Geflügel ist empfindlich für Krankheiten. Daher wurden denen auch in der Vergangenheit vorsorglich ordentliche Ladungen Medikamente verabreicht. Dort entwickelten sich so genannte antibiotikaresistente ESBL-Keime. Diese futtern wir z.B. mit dem fettarmen Vogel. Genau so hat er sich bei geschätzten 6,5 Millionen Deutschen im Darm eingenistet. Das ist noch kein Problem, weil diese kleinen Fieslinge dort massiv in der Unterzahl sind. Die guten Bakterien, die ebenfalls bei uns im Kanal wohnen, halten die Rotzlöffel in Schach – alleine deshalb, weil die Guten massiv in der Überzahl sind. Die Bösen gehen förmlich unter, können so keinen Schaden anrichten.

Blöd ist nur, wenn die gesundheitsförderlichen Bakterien empfindlich dezimiert werden. Genau das kann bei einer Antibiotika-Kur geschehen: Das Zeug ist nicht wählerisch und metzelt die schlechten, aber eben auch die guten Bakterien nieder, die ihm in die Quere kommen. Nur die Rambo-Keime bekommen sie nicht niedergeprügelt. Die wittern nun ihre Chance, weil eine Großzahl ihrer Unterdrücker (also die guten Bakterien) ins Jenseits befördert wurden. Nun vermehren sich die bisher Unterdrückten schneller. Und die nächsten Mettbrötchen liefern möglicherweise auch noch weiter Nachschub. Irgendwann kippt die Stimmung und wir können schlimm erkranken. Ohne Hoffnung, dass hier Antibiotika wieder alles niederhauen könnten.

Der Einsatz von Antibiotika wird heute von vielen Ärzten inflationär verordnet. Die Darmflora gerät aus dem Gleichgewicht. Und wenn die ins Straucheln kommt, kann durchaus für den einen oder anderen Angreifer Tür und Tor geöffnet werden. Wie z.B. dem ESBL-Keim. Daher sollte Antibiotika mit Bedacht bzw. nur im Notfall eingesetzt werden. Und eben nicht bei jedem Sonnenbrand...

Experte Patric Heizmann hat uns ein paar wichtige Tipps veraten, auf was du bei Fleischkosum achten solltest:  

 

Bleib fit – fitter als die Rambo-Keime

Wenn dein Darm fit ist, die guten Bakterien die Oberhand haben, dann können dir die bösen Keime nichts antun. Deshalb solltest du ab und zu deinen Darm streicheln, insbesondere nach einer Antibiotika-Kur. Bestimmte Bakterien in Lebensmitteln helfen deinem Darm, wieder in Schuss zu kommen. Das muss kein überteuertes Actimel sein. Sondern z.B. ein geschmacksneutraler Joghurt, Sauerkraut, (selbstgemachter) Kefir. In solchen Lebensmittel wartet eine ganze Armada an Darmunterstützer auf ihren Einsatz.

Vorsicht ist natürlich besser als Nachsicht. Lass erst gar keine Verstärkung der bösen Keime im Darm passieren. Je weniger schlechte Keime dort einfallen, desto kleiner ist das Risiko. Da hilft es auch zu wissen, dass die resistenten Keime zwar bakterielle Muskelprotze sind, die durchaus erfolgreich Antibiotika abwehren können, aber Hitze macht auch die fix und fertig. Das Thema ist also durch, wenn Fleisch gebraten oder gekocht wird. Im Wortsinne. Also bis das Fleisch wirklich durch ist.

 

Was lange währt, wir letztendlich schlecht

Die Entwicklung der resistenten Keime hat sich lange angekündigt, da auch schon so viele Jahrzehnte Antibiotika eingesetzt werden. Dies war bei dem hohen Fleischkonsum auch unbedingt notwendig. Doch genau hier liegt der Fehler im System: Wer sich darüber freut, wenn ein viertel Pfund Mett weniger kostet, als eine Dose Chappi, der sollte nicht meckern, wenn sich nun Geflügel, Schwein und Co. indirekt rächen. Unser Fleisch ist nur so preiswert, weil das letzte bisschen Wachstum aus dem Nutzfleisch herausgekitzelt wird. Und das in Rekordgeschwindigkeit: Würden Menschen z.B. so schnell wie Puten wachsen, brächten sie im Alter von 2 Jahren 160 Kg auf die Waage. Da ist es doch völlig klar, dass diese Tiere massiv anfällig für allerlei Krankheiten sind.

 

Es ist aufwändig, aber es lohnt sich

Fragen. Immer wieder Fragen: Bekannte, Nachbarn, beim Fleischer und warum nicht auch Arbeitskollegen? Irgendwann sickert ein Tipp für den Fleischhändler des Vertrauens durch. Eine Quelle, die möglichst ethisch korrekt saubere Ware produziert. Natürlich ist dadurch die Gefahr nicht völlig gebannt. Aber es bleibt wortwörtlich ein „gutes Bauchgefühl“, sich dafür eingesetzt zu haben.

Wenn du Interesse daran hast dich gesünder zu ernähren und deine Gesundheit somit zu stärken, solltest du unbedingt am kostenlosen Online Seminar von Patric Heizmann teilnehmen. Seine langjährige Erfahrung wird dort in bildlicher Sprache gebündelt und enthält alle notwendigen Tipps für eine schlanke & vitale Figur.

 
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