Experte erklärtRewe, Aldi, Lidl & Co.: So kaufen wir nach der Corona-Krise ein!

Die Verbreitung des Coronavirus hat unser Verhalten beim Einkaufen grundlegend verändert – und auch nach der Krise wird alles völlig anders sein.

Durch die stetige Ausbreitung des Coronavirus gelten in Deutschland seit Wochen strenge Maßnahmen. Restaurants und Cafés sind geschlossen, Läden dürfen nur ganz langsam und mit Einschränkungen wieder öffnen. Neben Apotheken und Drogerien sind Supermärkte die einzigen Geschäfte, die unter den gegebenen Umständen ganz normal geöffnet haben. Das hat allerdings auch Auswirkungen auf die Zustände bei Rewe, Aldi und Co., denn leere Regale, Hamstereinkäufe und strenge Sicherheitsvorkehrungen prägen jetzt das Bild in den Supermärkten.

 

Keine Hamsterkäufe mehr?: Bevölkerung hat sich an Situation gewöhnt

Nach und nach gewöhnen sich die Menschen aber an diese neue Art des Einkaufens – und auch das Horten von Toilettenpapier, Desinfektionsmittel und Mehl wird weniger. "Die Panik ist vorbei. Es gibt eine Gewöhnung an den Krisenmodus“, so der Handelsexperte Robert Kecskes von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) gegenüber dem Portal "CHIP". 

Rewe, Lidl & Co: Kann ich Gesichtsmasken auch bald im Supermarkt kaufen?

Die Nachfrage nach bestimmten Artikeln pendele sich zwar ein, sei aber nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau. "Wir essen mehr zuhause, weil wir nicht mehr zum Italiener gehen können", erklärt der Forscher diese Beobachtung. Doch ein Zurückkehren der Panik und damit erneute Hamsterkäufe seien laut Kecskes durchaus möglich. So könnte zum Beispiel eine Mundschutzpflicht in den Supermärkten dafür sorgen, dass einzelne Haushalte wieder panisch reagieren.

 

Experte sieht Veränderungen für Einzelhändler

Für die Zukunft sagt der Forscher einige Veränderungen für den Einzelhandel voraus, berichtet "CHIP". So würden viele angesichts steigender Arbeitslosenzahlen wieder stärker aufs Geld schauen müssen. Davon könnten vor allem Discounter wie Aldi und Lidl profitieren. Aber auch Ketten wie Edeka und Rewe könnten die Auswirkungen positiv für sich nutzen, indem sie stärker auf günstige Eigenmarken setzen, so der Experte.

Corona: Wo gilt eine Maskenpflicht in Deutschland?

Und auch für das Internet als Vertriebsweg sieht Robert Kecskes positive Auswirkungen der Krise. Während vorher kaum Lebensmittel über das Internet verkauft wurden, boomt der Online-Markt seit der stetigen Ausbreitung des Virus. Auch für die Zeiten nach der Krise sieht der Forscher eine verstärkte Nutzung des Lebensmittel-Umsatzes über das Netz, da diese Möglichkeit des Einkaufens durch die jetzige Situation viel stärker im Bewusstsein der Menschen verankert werde.

Zum Weiterlesen:

Kategorien: