"Spitz & Bube"-EierRewe verkauft Eier ohne Kükenschreddern jetzt deutschlandweit

Ab sofort bietet Rewe in ganz Deutschland Eier an, bei denen auf das Kükenschreddern und das Schnabelkürzen verzichtet wurde.

Seit 2016 gibt es die Eier der Marke "Spitz & Bube" bereits in 600 Rewe-Supermärkten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zu kaufen. Nun weitet Rewe das Angebot auf ganz Deutschland aus.

Das besondere an den "Spitz & Bube"-Eiern: Bei den Hennen, die sie legen, wird darauf verzichtet, die Schnäbel zu kürzen. Darüber hinaus werden die männlichen Hühner, die für die Produktion von Eiern logischerweise nicht geeignet sind, am Leben gelassen. Eigentlich ist es gängige Praxis, dass die männlichen Tiere geschreddert werden, da sie sich auch nicht zur Fleischproduktion eignen. Es lohnt sich aus wirtschaftlicher Sicht nicht, sie als Masthühner aufzuziehen. Darum werden sie getötet. Im Fall der Produktion der "Spitz & Bube"-Eier geschieht dies zwar auch, aber nicht grundlos. In diesem Fall werden die Tiere zu Fleisch verarbeitet.

Mehr Informationen zu diesem Verfahren findest du hier.

Aktuell gibt es die "Spitz & Bube"-Eier nur als Freilandeier. Das soll sich aber auch noch ändern. Ab September dieses Jahres will Rewe die Eier in der Bio-Variante anbieten. Zunächst soll der Verkauf in 200 Supermarktfilialen in Bayern starten. In Thüringen und Sachsen sollen entsprechende Eier aus Bodenhaltung zum Verkauf angeboten werden.

Um zu verhindern, dass nach wie vor männliche Küken der Methode des Kükenschredderns zum Opfer fallen, unterstützt Rewe außerdem die Forschung, deren Ziel es ist, dass Geschlecht eines Kükens noch vor dem Ausbrüten des Eis zu ermitteln.

Rewe ist nicht die erste Supermarktkette, die sich gegen das Kükenschreddern einsetzt. Auch in den Filialen der Bio-Supermarktkette Alnatura gibt es bereits seit April 2017 nur noch Eier von Hennen, bei denen sicher ist, dass ihre männlichen Verwandten nicht einfach geschreddert werden.

Außerdem hat auch die zur Rewe Group gehörende Penny-Kette schon Anfang des Jahres (1. Februar) mit der Einführung der "Herzbube-Eier" vorgelegt.

(ww8)

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