UrteilRossmann muss 30 Millionen Euro Strafe zahlen - Preisabsprache mit Melitta

Wegen illegaler Preisabsprachen mit der Kaffeerösterei Melitta wurde Rossmann jetzt zu 30 Millionen Euro Strafe verurteilt. Das Urteil ist damit sechs Mal höher als erwartet.

Wie die "Lebensmittel Zeitung" berichtet muss Rossmann eine saftige Geldstrafe von 30 Millionen Euro zahlen. Der Grund: In den Jahren 2004 bis 2008 sollen Einkäufer des Drogeriekonzerns Verbraucherpreise mit dem Zulieferer des Kaffeeriesens Melitta abgesprochen haben. Anwalt Harald Kahlenberg plädierte auf Freispruch und bestritt, dass sein Kunde jemals illegale Preisabsprachen vorgenommen hat. Es habe sich lediglich um ein Lockangebot von Rossmann gehandelt, daher sei Interesse an einer Preisabsprache vorhanden gewesen. 

Rossmann muss 30 Millionen Euro Strafe zahlen - Preisabsprache mit MelittaiStock

 

Urteil fällt sechs Mal höher aus

Die Generalstaatsanwaltschaft forderte dagegen aufgrund der langen Zeitspanne von vier Jahren 50 Millionen Euro Bußgeld. Das Bundeskartellamt hatte im Gegensatz nur 5,25 Millionen Euro Bußgeld gefordert. Am Ende fiel das Uretil durch das Oberlandesgericht Düsseldorf wegen einer "vorsätzlichen Kartellwidrigkeit" des niedersächsischen Konzerns auf 30 Millionen Euro Strafe.

Neben Rossmann deckte das Kartellamt auch bei Edeka, Kaufland, Metro und Rewe illegale Preisabsprachen mit Melitta auf. Die Supermärkte verzichteten jedoch auf ein Gerichtsverfahren und erkauften sich so eine Teilzahlung beim Bußgeld. Melitta musste keine Geldstrafe zahlen, weil das Unternehmen schon vor der Einleitung des Verfahrens im Jahr 2015 ausreichend mit dem Bundeskartellamt kooperiert hatte.

Mehr über Rossmann:

>>> Rückruf von Bio-Chips

>>> Preisangriff von Aldi

Kategorien: