Falsche VersprechenScamming: Wenn das große Glück zur Betrugsfalle wird

Klingt zu gut, um wahr zu sein? Ist es vielleicht auch. Die Polizei warnt erneut vor "Scamming". Was hinter der Betrugsmasche steckt und wie du dich schützt.

Liebe, Geld und Beruf sind drei Bereiche, die im Leben jedes Menschen eine - kleinere oder größere – Rolle spielen. Wer freut sich nicht über die wahre Liebe, den großen Gewinn oder den perfekten Job? Immer wieder kommt es vor, dass auf vermeintlich positive Nachrichten die teure Rechnung folgt. Große Versprechungen können nur durch eine Vorauszahlung erreicht werden – und zerplatzen danach. Man ist einem Betrüger aufgesessen. Aus diesem Grund warnt die Polizei aktuell wieder vor unterschiedlichen Betrugsmaschen, die unter dem Begriff „Scamming“ zusammengefasst werden.

 

Welche Arten von Scamming gibt es?

Scamming bedeutet schlichtweg Betrug, als Scammer wird der Betrüger betitelt. In der Vergangenheit waren Betrugsfälle mit Vorauszahlungen auch unter dem Namen Nigeria Connection bekannt.

Wer meint, man würde selbst nie auf so eine Masche hereinfallen, irrt: Die Tricks werden immer ausgeklügelter. Aus diesem Grund klärt die Polizei über verschiedene Strategien auf, mit denen die Betrüger vorgehen.

Liebe als Druckmittel

Beim sogenannten Romantic Scamming wird mit dem größten Gefühl gespielt: Liebe. Meist sind die Betrüger im Internet unterwegs. Wenn sie einen potenziellen Partner – beziehungsweise für sie Opfer – gefunden haben, beginnt eine Liebelei über Nachrichten. Das digitale Umgarnen kann sogar mehrere Monate dauern, in denen der Betrüger eine Beziehung und Vertrauen aufbaut.

Dann folgt plötzlich eine Geldforderung, mit einem vorgetäuschten Grund, der an das Mitgefühl appelliert: Ein krankes Familienmitglied, ein Flug, damit man sich endlich sieht werden vorgeschoben. Wird die Summe überwiesen, sieht man weder das Geld, noch den Betrüger je wieder.

In letzter Zeit gab es eine spezielle Masche, bei der sich Täter als Soldat im Auslandseinsatz ausgegeben haben. Dabei wurde sogar über Skype telefoniert und Fotos ausgetauscht – allerdings mit Prepaidhandys, so dass die Betrüger im Nachhinein nicht auffindbar waren.

Das Versprechen vom Traumjob

Sogar in Zeitungen haben es Betrüger schon geschafft, mit falschen Jobanzeigen an Geld zu kommen. Zunächst klingt alles perfekt: Die Stellenausschreibung lockt mit idealen Bedingungen, wie dem Traumgehalt. Auch das telefonische Bewerbungsgespräch läuft professionell ab. Dann fordern die Scammer jedoch eine Vorabüberweisung von Geld für die Arbeitskleidung und verschwinden. Die Firma dahinter existierte nie.

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Beim Scamming fordern Betrüger eine Vorauszahlung - und tauchen ab.
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Foto: iStock

Wenn der Gewinn in Schulden endet

Fast jeder hatte schon einmal so eine E-Mail im Postfach – es sei denn, sie landete von vornherein im Spam-Ordner. In einer professionell aussehenden Nachricht wird man über einen herausragenden Gewinn oder eine Erbschaft hingewiesen. Um das Geld zu erhalten, müssen jedoch zunächst die Verwaltungsgebühren gezahlt werden. Danach bricht der Kontakt ab. Auch über den traditionellen Briefweg versuchen es die Betrüger mit dieser Masche derzeit wieder.

 

Wie kann ich mich vor Scamming schützen?

Prinzipiell kann jeder auf einen Betrüger hereinfallen. Wichtig ist daher, sich nicht zu schämen und bei Misstrauen immer eine dritte Person einzuholen.

Die Polizei gibt folgende Tipps:

  • Überweise nie Geld an fremde Personen, auch wenn du bereits telefonisch oder digital Kontakt zu ihnen hattest.
  • Überweise nie Geld auf Auslandskonten.
  • Wenn du unsicher bist: Sprich in der Bank über deine Bedenken oder wende dich an die Polizei.
  • Schäme dich nicht für Gutgläubigkeit.
  • Bleib misstrauisch bei Angeboten in Liebe, Beruf und Finanzen, die zu gut klingen, um wahr zu sein.

Achtung: Zudem tauchen auf Immobilienportalen immer wieder gefälschte Wohnungsangebote auf. Wohnungsbetrug: Mit diesen Tipps schützt du dich vor falschen Angeboten

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(ww4)

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