TierquälereiSchildkröte wird an die Kette gelegt

Ein großes Loch im Panzer, Schlüsselring, Karabinerhaken und eine 7-Meter-Schnur: So ließen die Besitzer ihre Gelbwangenschildkröte im Garten zurück, um selber in den Urlaub fahren zu können.

Es ist doch immer wieder erstaunlich, welches Leid wehrlosen Tieren durch Menschen wiederfährt - besonders zur Urlaubszeit im Sommer.

Unfassbar! Die Besitzer der Gelbwangenschdilkröte bohrten ein Loch in den Panzer des Tieres, um sie während ihres Urlaubes im Garten anzuketten.
Unfassbar! Die Besitzer der Gelbwangenschdilkröte bohrten ein Loch in den Panzer des Tieres, um sie während ihres Urlaubes im Garten anzuketten.
Foto: Arche 90 e.V.

Dieses Mal traf es eine Gelbwangenschildkröte in Dortmund besonders hart. Um ca. 16 Uhr ging bei der Feuerwehr in Dortmund ein Notruf der besonderen Art ein. Am Telefon meldete sich eine Frau aus dem Kleingartenverein "Friedliche Nachbarn" zu Wort. Was sie zu berichten hatte, war wirklich schockierend.

Die Wasserschildkröte eines Nachbarn lege auf dem Rücken in der prallen Sonne im Garten und sei laut am Fauchen. Die Schnur, die ursprünglich als Leine dienen sollte, hatte sich im Himbeerbusch verfangen. Die Feuerwehr meldete diesen Fall den ehrenamtlichen Helfern vom "Arche 90 e. V.".

Mit tierärztlicher Unterstützung durch das Veterinäramt in Dortmund wurde das Tier von den Helfern befreit und dem Tierschutzzentrum in Dortmund übergeben. Max Schauerte (29), stellvertretender Leiter traf gegenüber der BILD die folgende Aussage: Das Tier muss qualvolle Schmerzen gespürt haben, denn der Panzer ist keineswegs nur Hornhaut, sondern ähnlich wie die Haut des Menschen.“

Die Besitzer des Tieres erwartet jetzt eine Anzeige, weil sie gegen das Tierschutzgesetz verstoßen haben.

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