Oh nein!

Schluss mit Gratis-Radeln! So teuer soll Radfahren jetzt werden

Während Autofahren immer teurer wird, kamen Radfahrer*innen bislang ungeschoren davon. Doch das könnte sich nun schon bald ändern ...

Schluss mit Gratis-Radeln! So teuer soll Radfahren jetzt werden
Foto: Getty Images/Hinterhaus Productions
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Erhöhte Parkgebühren, steigende Spritpreise und höhere Kfz-Steuern - Autofahren reißt bei den derzeitigen Preisen ein tiefes Loch ins Portemonnaie. Kein Wunder also, dass immer mehr Autofahrer*innen aufs Fahrrad umsteigen, immerhin nutzen Fahrradfahrer*innen die Straßen quasi für umsonst. Doch das könnte sich schon bald ändern ...

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Keine Frage, mit dem Fahrrad zur Arbeit oder zum Supermarkt zu fahren ist nicht nur gesund und umweltfreundlich, sondern schont auch den Geldbeutel.

Doch damit soll nun schon bald Schluss sein - zumindest in der Schweiz. So fordert die Schweizerische Volkspartei (SVP), von der Bevölkerung künftig Geld fürs Radfahren zu verlangen.

"Künftig sollen Velofahrer [Radfahrer*innen] gleich wie Autofahrer, Töfffahrer [Motorradfahrer*innen] und Zugreisende behandelt werden", so Benjamin Giezendanner, Nationalrat und Transportunternehmer, gegenüber dem Züricher "Tagesanzeiger".

Demnach sollen Radfahrer*innen "die Infrastrukturkosten für den Veloverkehr" übernehmen und künftig rund 20 Franken (umgerechnet ca. 19,50 Euro) im Jahr pro Rad abdrücken.

Wie genau dieser Vorschlag umgesetzt werden soll, stünde jedoch noch nicht fest. "Noch ist nicht genau geklärt, wie die geplante Abgabe erhoben werden soll. In der Diskussion ist eine Velo-Vignette, analog zur Schweizer Autobahn-Vignette", schreibt das Magazin "SAZBike".

Nach der Schweiz: Führt Deutschland die Fahrrad-Vignette ein?

Und auch in Deutschland wird darüber diskutiert, Radfahrer*innen am Bau von Radwegen, autofreien Zonen, Fahrradparkhäusern und Ladestationen für E-Bikes zu beteiligen. Beim Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) stößt dieser Vorschlag allerdings auf taube Ohren.

"Von der Idee einer Fahrrad-Vignette halten wir nichts. Ein so kleinteiliges Bezahlsystem verkompliziert das Radfahren unnötig – und schafft mehr Bürokratie als Nutzen", so Ann-Kathrin Schneider, ADFC-Bundesgeschäftsführerin gegenüber dem "Spiegel".

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Artikelbild und Social Media: Getty Images/Hinterhaus Productions