WetterSchneechaos Bayern: Unfälle, Ausfälle und Lawinen

Extreme Schneefälle führten in Bayern zu tödlichen Unfällen, Zug-, Flug- und Unterrichtsausfällen. In den nächsten Tagen soll es weiter schneien.

Während es im Norden mild und regnerisch ist, versinkt Bayern im Schnee. Der Deutsche Wetterdienst hat eine Unwetterwarnung der Stufe 3 herausgegeben. Am Wochenende kam es vermehrt zu Verkehrsunfällen, Staus sowie Ausfällen bei Flug und Bahn. In vielen Landkreisen im Süden Bayerns ist heute der Unterricht ausgefallen.

 

Schnee in Bayern: Mehrere Tote

Für Wintersportler ist der Schnee ein Paradies - aber auch sehr gefährlich: Ein deutscher Skifahrer aus dem Landkreis Dachau kam im österreichischen Vorarlberg bei einem Lawinenabgang ums Leben. Wie die Polizei mitteilte, sei er trotz hoher Lawinengefahr abseits der gesicherten Pisten unterwegs gewesen. Ein weiterer Mensch starb aufgrund einer Lawine im nahe gelegenen Gebiet von Damüls. "Es herrscht große Lawinengefahr in den bayerischen Alpen", erklärte der Lawinenwarndienst Bayern. "Das Hauptproblem stellt die enorme Auflast des Neuschnees auf die instabile Altschneedecke dar."

In den bayerischen Alpen wurde die Warnstufe 4 ausgerufen. Es handelt sich um die zweithöchste Stufe der Lawinengefahrenskala. "Ist die Stufe 4 aktiv, muss mit großer Gefahr gerechnet werden", erläuterte der Deutsche Wetterdienst. 

Einen weiteren tödlichen Unfall gab es im bayerischen Blomberg-Bahn (Kreis Bad Tölz): Wie die Nachrichtenagentur „Nonstop-News“ berichtet, wurde ein Wanderer von einem Baum erschlagen, nachdem dieser unter der Last der Schneemassen zusammenbrach.

Zudem gab es mehrere Verkehrsunfälle auf den bayerischen Autobahnen, die teils tödlich endeten, darunter ein 19-Jähriger.

Schneechaos Bayern: Unfälle, Ausfälle und LawineniStock
 

 

Verspätungen und Ausfälle am Flughafen München und der Deutschen Bahn

Nicht nur auf den Straßen herrscht Chaos: Am Flughafen München sind am Samstag etwa 130 Flüge ausgefallen. Zudem hatten 350 Flieger eine Stunde oder mehr Verspätung. Auch der Zugverkehr war eingeschränkt. So kam es im Süden Deutschlands im Regionalverkehr am Sonntag in manchen Regionen zu Zugausfällen und Verzögerungen, da schneebedeckte Bäume auf die Gleise gefallen waren. 

Ein Abklingen des Schneechaos ist bisher nicht abzusehen: Heute wird nach Informationen des Deutschen Wetterdienstes in den Alpen mit bis zu 40 Zentimeter Neuschnee gerechnet.

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