Neue EntwicklungSchnelle Verbreitung: Neue Corona-Mutante in Vietnam entdeckt

Nach der indischen Variante meldet jetzt auch die Regierung in Vietnam eine neue Mutante.

 

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Seitdem Ende vergangenen Jahres mit der britischen Mutante B.1.1.7 erstmals eine neue Variante des Coronavirus aufgetreten ist, entwickeln sich immer mehr neue Mutationen überall auf der Welt. Zuletzt sorgte die in Indien entdeckte Mutante B.1.617. dafür, dass die Infektionszahlen in dem Land nach oben schossen.

 

Neue Corona-Variante in Vietnam entdeckt

Jetzt hat sich das Virus anscheinend erneut verändert, denn die Gesundheitsbehören in Vietnam melden die Entdeckung einer neuen Variante. Gesundheitsminister Nguyễn Thanh Long sagte, dass die Mutante die Eigenschaften der zuerst in Indien und Großbritannien festgestellten Varianten kombiniere.

Erste Labortests deuten zudem darauf hin, dass sie sich äußerst rasch verbreite und über die Luft übertrage, so Thanh Long weiter. Sie könnte auch der Grund dafür sein, dass die Infektionszahlen in Vietnam im Mai wieder angestiegen waren. Wieviele Menschen sich mit der neuen Variante bisher infiziert haben, verriet die Regierung nicht.

 

Infektionszahlen in Vietnam steigen im Mai rapide

Bisher wurde Vietnam weniger hart von der Pandemie getroffen als andere Länder. Bis Anfang Mai gab es lediglich rund 3.500 bestätigte Infektionen und 47 Todesfälle. Eine rasche Verbreitung hatte das Land durch harte Lockdowns und Quarantänteregeln verhindern können. Doch seit Anfang Mai gab es nun 3000 Neuinfektionen - fast so viele wie zuvor im gesamten Zeitraum seit Beginn der Pandemie.

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Viele Fälle gab es zuletzt in den beiden Provinzen Bắc Ninh und Bắc Giang. So kam es zum Beispiel in einer Firma in Bắc Giang zu einem Ausbruch, bei dem sich ein Fünftel der 4.800 Arbeiterinnen und Arbeiter infizierten. Nach den steigenden Infektionszahlen hat die Regierung wieder härtere Maßnahmen angeordnet.

So müssen zum Beispiel in größeren Städten Restaurants, Bars und Parks schließen. Problematisch ist außerdem, dass in Vietnam das Impfen gegen das Coronavirus noch nicht weit fortgeschritten ist. So haben bisher erst eine Million der 96 Millionen Einwohner das Mittel von AstraZeneca erhalten. In den kommenden Monaten soll das Land aber 30 Millionen Dosen des BioNTech-Impfstoffs bekommen.

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