Wissenschaftliche Studie

Schock für Ungeimpfte: Risiko bis zu 60 Mal höher, auf der Intensivstation zu landen

Eine Studie hat das Risiko berechnet, mit welcher Wahrscheinlichkeit Ungeimpfte und Geimpfte auf der Intensivstation landen. Die Zahlen sind erschreckend.

Gefahr für Ungeimpfte: Sie landen deutlich häufiger im Krankenhaus. (Symbolbild)
Gefahr für Ungeimpfte: Sie landen deutlich häufiger im Krankenhaus. (Symbolbild) Foto: Tempura/iStock

Die meisten Menschen in Deutschland sind geimpft, nur eine Minderheit hat sich - aus verschiedenen Gründen - noch nicht gegen das Coronavirus schützen lassen. Neue, wissenschaftlich belegte Zahlen lassen aber alle Alarmglocken schrillen.

Schock: Ungeimpfte landen viel häufiger im Krankenhaus

Diese Zahlen haben es in sich: Ungeimpfte sind deutlich gefährdeter durch das Coronavirus als Geimpfte. Das belegen Zahlen des Intensive Care National Audit and Research Centre (ICNARC) in Großbritannien. Sie landen demnach bis zu 60 Mal häufiger auf der Intensivstation - die Impfung schützt also. Interessant ist der Blick auch darauf, welche Altersgruppen besonders von dem Phänomen betroffen sind.

Erhoben wurden die Zahlen im Zeitraum von Mai bis November 2021, also noch zu Zeiten, als hauptsächlich die Delta-Variante zirkulierte. Diese ist zwar immer noch im Umlauf, wird aber auf kurze Sicht von der neuen Omikron-Variante verdrängt werden. Die Zahlen stammen aus Krankenhäusern in England, Wales und Nordirland.

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Ungeimpft auf Intensiv: Diese Altersgruppe ist besonders betroffen

Besonders gefährdet waren demnach ältere Menschen. Im Alter zwischen 60 und 70 Jahren kamen bei den Geimpften 0,6 Fälle pro 100.000 Einwohner auf die Intensivstation. Bei den Ungeimpften waren es hingegen 37,3 Prozent und somit knapp das 60-fache Risiko, auf der Intensivstation im Krankenhaus zu landen.

Das zeigt also, dass man in seltenen Fällen auch als geimpfte Person Pech haben kann - und bei sehr vielen Geimpften eben auch manchmal diese dort anzutreffen sind. Ungeimpfte aber trotz ihrer deutlich geringeren Zahl ungleich häufiger.

Ungeimpft: Auch jüngere deutlich stärker gefährdet

Jüngere Menschen hatten hingegen bessere Werte - landeten aber ungeimpft immer noch viel häufiger wegen SARS-CoV-2 auf der Intensivstation im Krankenhaus. Ungeimpfte in der Altersgruppe von 30 bis 40 Jahren kamen 10 bis 15 Mal häufiger auf die Intensivstation als geimpfte Gleichaltrige.

Damit wurde mithilfe wissenschaftlich anerkannter Methoden bewiesen, dass die Gefahr, bei einer Corona-Infektion auf der Intensivstation zu landen, für Ungeimpfte ungleich höher ist und ein Ansteckung somit deutlich gefährlicher. Anstecken können sich zwar immer wieder auch Geimpfte, aber die Impfung trainiert das Immunsystem und schützt - in den allermeisten Fällen auch vor der Intensivstation.

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