Krankenhaus-FehlerSchock nach Kaiserschnitt-Geburt: Doris Grünwald wurde als Baby vertauscht!

Die Österreicherin Doris Grünwald wurde als Baby nach einer Kaiserschnitt-Geburt im Unversitätsklinikum Graz vertauscht – nun sucht sie ihre wahren Eltern.

Inhalt
  1. Doris Grünwald: Als Baby im Krankenhaus vertauscht
  2. "Vermutlich wurde Doris auf der Intensivstation vertauscht"
  3. Jetzt sucht Doris Grünwald ihre biologischen Eltern

 

Doris Grünwald: Als Baby im Krankenhaus vertauscht

Es war ein furchtbarer Schock für die Österreicherin Doris Grünwald, als sie bei ihrem ersten Blutspenden mit 22 Jahren zufällig erfuhr, dass ihre Eltern offenbar nicht ihre leiblichen Eltern sind.

Doris Grünwald berichtet: „Nach mehr als 20 Jahren ging ich das erste Mal Blutspenden. Dadurch habe ich erfahren, dass ich nicht mit meinen bisherigen Eltern verwandt bin.“

Im Mutterkindpass von Doris war als Blutgruppe A negativ eingetragen. Doch beim Blutspenden wurde die Blutgruppe Null positiv festgestellt. Folgende DNA-Tests bestätigten den bösen Verdacht: Doris ist nicht die leibliche Tochter ihrer Eltern Evelin und Josef Grünwald.

 

"Vermutlich wurde Doris auf der Intensivstation vertauscht"

Doris Grünwald wurde am 31. Oktober 1990 im Universitätsklinikum Graz in Österreich geboren. Sie war ein Frühchen, ihre Mutter hatte eine Kaiserschnitt-Geburt. In den 20 Stunden zwischen der Not-Operation und dem Moment, in dem Mutter Grünwald zum ersten Mal ihre Tochter in den Armen halten durfte, muss es im Krankenhaus zur Vertauschung der Babys gekommen sein, vermuten Doris und ihre Eltern. In dieser Zeit lag Doris als Frühchen auf der Intensivstation, danach sei keine Verwechslung mehr möglich gewesen. Auf der Frühgeborenen-Station lagen zu diesem Zeitpunkt 15 Babys.

Großer Schock: Beim Blutspenden erfuhr Doris Grünwald zufällig, dass sie nicht die biologische Tochter ihrer Mutter Evelin Grünwald ist.
Großer Schock: Beim Blutspenden erfuhr Doris Grünwald zufällig, dass sie nicht die biologische Tochter ihrer Mutter Evelin Grünwald ist.
Foto: Facebook / Doris Grünwald

Doch das Landeskrankenhaus Graz streitet ab, dass es zu einer Vertauschung von Babys gekommen sei. Außerdem verweigert das Krankenhaus eine Kontaktaufnahme zu den Familien der wenigen Babys, die für eine Vertauschung in Frage kommen würden, wegen „Schutz eines intakten Familienlebens“.

Es kam zu einem Gerichtsverfahren, die Familie Grünwald verklagte das Krankenhaus auf 90.000 Euro Schadensersatz. Diese Summe wurde abgewiesen – allerdings: die Krankenanstaltengesellschaft (KAGes) musste die Adoptionskosten der Familie Grünwald zahlen. Da Doris Grünwald und ihre Eltern biologisch nicht verwandt sind, wurde eine Adoption zum Erhalt der Familienbande notwendig.

Außerdem muss das Krankenhaus für „alle zukünftigen Schäden aus der Kindesvertauschung haften“, so das Urteil des Oberlandesgerichts.

Der Anwalt der Familie Grünwald, Gunther Ledolter, bilanzierte nach dem Urteil gegenüber diepresse.com: „Es steht somit fest, dass die Kindesvertauschung im Verantwortungsbereich der KAGes erfolgte, was für die Herrschaften Grünwald eine große Genugtuung darstellt“.

 

Jetzt sucht Doris Grünwald ihre biologischen Eltern

Mit dem Urteil ist die Leidensgeschichte von der heute 26-jährigen Doris Grünwald und ihren Eltern leider noch lange nicht beendet, denn sowohl Doris Grünwald als auch ihre Eltern wünschen sich nun sehnlichst, ihre tatsächlichen biologischen Familienmitglieder zu finden. Doris sucht ihre biologischen Eltern und ihre jetzigen Adoptiveltern suchen ihr biologisches Kind.

Bisher hatte die Familie kein Glück - darum suchen Doris Grünwald und ihre Eltern nun mit einem Facebook-Post nach „ihren biologischen Gegenstücken“. Sie schreiben:

Infrage kommen würden Babys, die in Graz oder auch in den umliegenden Krankenhäusern als Frühchen, oder sehr klein auf die Welt gekommen sind, eventuell auch vor dem 31.10. und nach Graz überstellt wurden.  Zeitraum der Vertauschung müsste der 31.10 - 01.11.1990 gewesen sein, denn da hatte meine Mama mich noch nicht gesehen! Ich wog 1800 Gramm und war 42 cm lang. Blutgruppe laut Mutterkindpass war A negativ. Wenn sich jemand angesprochen fühlt oder einen Hinweis hat, wäre ich sehr dankbar für eine Kontaktaufnahme. Ich, bzw. wir geben die Hoffnung nicht auf, dass wir irgendwann unsere biologischen Gegenstücke finden. Das wäre unser herzlichster Wunsch!

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