Das sind die Pläne der RegierungSchon 2018 weniger Geld für Langzeitarbeitslose

Eigentlich versprechen SPD und CDU mehr für Langzeitarbeitslose zu tun, doch 2018 ist im Bundeshaushalt noch weniger Geld dafür übrig wie bisher.

Inhalt
  1. Kürzung der finanziellen Mittel
  2. Nahles wollte es anders
  3. Eine große Chance für viele

Bundeskanzlerin Merkel hat sich vorgenommen, die zirka eine Million Langzeitarbeitslosen besonders ins Auge zu fassen, so dass auch sie in eine Vollbeschäftigung kommen.

Auch in den Wahlprogrammen der einschlägigen Parteien ist davon zu lesen.

 

Kürzung der finanziellen Mittel

Doch woher soll das Geld für solche frommen Pläne kommen? Der Bundeshaushalt ist für 2018 schon geplant, mehr Förderung für Langzeitarbeitlose eigentlich nicht drin. Schlimmer noch, das Geld wurde gekürzt.

Diese Information entdeckte Brigitte Pothmer, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Grünen, im Entwurf der Bundesregierung. Das berichtet die SZ. "Union und SPD versprechen Langzeitarbeitslosen ein Füllhorn an Unterstützung, aber in Wirklichkeit regiert bei ihnen der Rotstift."

Knapp 250 Millionen Euro weniger sollen für die "Leistungen zur Eingliederung in Arbeit“ fließen.

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Im Bundeshaushalt für 2018 wurden die Fördermittel für Langzeitarbeitslose gekürzt.
Foto: iStock
 

Aber bereits in den Jahren zuvor wurde immer wieder Geld von einem Bereich in den anderen umgeschichtet, um Mehrausgaben zu deckeln. Wenn die Parteien ihre Wahlversprechen also halten wollen, dann werden die Jobcenter daran nicht vorbeikommen.

 

Nahles wollte es anders

Wäre es jedoch nach Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) gegangen, wäre für die Förderung von Langzeitarbeitslosen eine Milliarde Euro mehr geflossen, da die Jobcenter schon immer unterfinanziert waren.

Doch Wolfgang Schäuble und Angela Merkel waren dagegen.

 

Eine große Chance für viele

Das neue Modell für die Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen klingt aber sehr vielversprechend. Es heißt "Soziale Teilhabe" und funktioniert so:

Stellt ein Arbeitgeber jemanden ein, der mindestens acht Jahre arbeitslos war, so bekommt er 100 Prozent seines Lohnes vom Staat zurück. Dieser Zuschuss wird dann von Jahr zu Jahr kleiner, wird aber fünf Jahre gezahlt. Dazu soll der neu integrierte Langzeitarbeitslose auch einen Coach an die Seite gestellt bekommen, der bei Problemen beratend tätig ist, aber auch motiviert und bestärkt für das neue Leben mit Job.

100.000 Teilnehmern soll das Programm so im ersten Schritt zu einer neuen Arbeit verhelfen.

Hoffen wir, dass die 1,9 Milliarden Euro dafür irgendwo übrig sind.

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