Nach dem Vorbild der Schule von Prinz GeorgeSchulen wollen „beste Freunde" verbieten

Wieso verbieten manche Schulen den Kindern „beste Freunde“ zu haben? Das steckt hinter dem neuen Erziehungstrend aus Großbritannien.

Inhalt
  1. Schulen wollen „beste Freunde" verbieten
  2. Prinz George macht es vor: „Freundeverbot" nach britischem Vorbild
  3. Ausgrenzung und Mobbing reduzieren 

Die Tradition des „besten Freundes“ beginnt schon früh. Bereits im Kindergarten bilden sich die ersten engen Freundschaften, die im besten Fall sogar das ganze Leben lang anhalten. Die guten alten Sandkastenfreunde, die man damals voller Stolz als seine „besten Freunde“ bezeichnet hat. In manchen Kindergärten und Schulen wird genau das heute aber nicht mehr gerne gesehen. Es gibt sogar Schulen, die Kindern „beste Freunde“ verbieten wollen. Der Trend ist aus Großbritannien auf andere Länder übergeschwappt und findet international großen Anklang.

 

Schulen wollen „beste Freunde" verbieten

Immer mehr Schulen auf der ganzen Welt verbieten Kindern andere Mädchen und Jungen als ihre besten und engsten Freunde zu bezeichnen. Diese Wertung wird in den Einrichtungen nicht länger gutgeheißen. Die US-amerikanische Kinderpsychologin Barbara Greenberg erklärte gegenüber ‚CBS‘: „Es gibt eine Bewegung in einigen amerikanischen und europäischen Schulen, den Ausdruck 'bester Freund' zu verbieten.“ Sie selbst halte diese Idee für ein „sehr faszinierendes soziales Experiment".

 

Prinz George macht es vor: „Freundeverbot" nach britischem Vorbild

Ursprünglich stammt dieser Trend aus Großbritannien, genauer gesagt aus der Schule, die Prinz George besucht. Denn auch der kleine Thronfolger darf laut Medienberichten niemanden zu seinem besten Freund oder seiner besten Freundin erklären. Diese Regel betrifft aber nicht nur Prinz George, sondern alle Schüler und soll bei der Gleichstellung helfen. So soll sich niemand mehr bevorzugt oder benachteiligt fühlen. Dazu gehört auch, dass bei Geburtstagen immer alle Schüler einer Klasse eingeladen werden müssen. Besonders Ausgrenzungen sollen so vorgebeugt werden.

 

Ausgrenzung und Mobbing reduzieren 

„Seien wir ehrlich, natürlich können Sie niemandem eine enge Beziehung verbieten, und Sie können auch nicht jemanden davon abhalten einen besten Freund zu haben, aber die Schulen versuchen, die Idee, dass Kinder mehr als einen einzigen Freund haben, umzusetzen und zu etablieren", meint Barbara Greenberg. Außerdem würden auch viele Pädagogen ihrer Aussage nach die Idee unterstützen. Die neue Regel will demnach keinen Freundschaften im Wege stehen, sondern weitere fördern.

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