Nationalpark BayernSechs Wölfe sind aus einem Gehege im Bayerischen Wald ausgebrochen

In einem Gehege im Nationalpark Bayerischer Wald sind sechs Wölfe ausgebrochen. Eines der Tiere ist bereits tot - es wurde von einer Regionalbahn erfasst. Fünf Wölfe laufen noch frei herum.

Einem Wolf will man ja nicht unbedingt in freier Wildbahn begegnen. Zwar sind sie keine menschenfressenden Kreaturen, aber ein bisschen gruselig wirken sie schon. Nun sind sechs von neun Wölfen aus einem Gehege im Bayerischen Wald ausgebrochen. Eines der Tiere entwischte durch ein offenes Tor, das, so der Leiter des Nationalparks, Franz Leibl, wohl manipuliert worden sei. Der Wolf schaffte es nur auf die Bahngleise und wurde von einem Zug getötet. 

 

Fünf Wölfe laufen noch in freier Wildbahn

Die anderen fünf Raubtiere (die übrigens aus der Familie der Hunde stammen) werden noch gesucht. Zwar konnten zwei der Tiere gesichtet, jedoch nicht eingefangen werden. 30 Nationalparkmitarbeiter sind auf der Suche nach den Ausbrechern, die sich vermutlich auf dem weitläufigen bewaldeten Gelände in Ludwigsthal (Landkreis Regen) aufhalten. 

Wie die Wölfe trotz hoher Zäune entwischen konnten, ist unklar. Eine Fremdeinwirkung wird, vor allem, weil das Tor ja vermutlich manipuliert wurde, nicht ausgeschlossen. Die Nationalparkverwaltung schließt ein langes Verbleiben der Wölfe im Wald aus: Sie haben bisher ihr gesamtes Leben in menschlicher Obhut verbracht und würden nicht lange in freier Wildbahn überleben.

Sechs Wölfe sind aus einem Gehege im Bayerischen Wald ausgebrochen
In einem Gehege des Bayrischen Waldes leben neun Wölfe - sechs von ihnen sind ausgebrochen, ein Tier ist bereits tot. 
Foto: iStock
 

Wölfe sind für Menschen ungefährlich

Doch keine Sorge: Die pelzigen Artgenossen tun uns, laut Fachleuten nichts an, für die Bevölkerung besteht keine Gefahr. Dennoch warnt die Nationalparkverwaltung, sich den Wölfen nicht zu nähern, sie nicht fotografieren oder ihnen Futter deponieren. "Wir setzen mit höchstem Personaleinsatz alles daran, die Tiere wieder einzufangen", sagt Nationalparkleiter Franz Leibl. Die Mitarbeiter versuchen das Rudel mit Futter zu locken - sie müssten hungrig sein, die letzte Mahlzeit gab es vor zwei Tagen. "Sollte das nicht gelingen, kommen Narkosegewehre zum Einsatz. Das letzte Mittel wäre aus Sicherheitsgründen der Abschuss der Tiere."

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