Hoffungsvolle NewsSehr beliebtes Reiseland hat Corona fast ausgerottet - So haben sie es geschafft!

Dieses Land hat etwas geschafft, von dem viele Länder noch weit entfernt sind: Das Land hat das Coronavirus nahezu eliminiert.

Inhalt
  1. Neuseeland hat das Coronavirus eleminiert
  2. Neuseeland: Niedrige Infektionszahlen durch strenge Maßnahmen
  3. Premierministerin Ardern hält sich mit Lockerungen zurück

Während viele Länder verzweifelt versuchen, das Coronavirus zu bekämpfen und noch immer viele Todesfälle zu beklagen haben, ist Neuseeland schon einige Schritte weiter. Dem Land ist es tatsächlich gelungen, die Zahl der Corona-Neuinfektionen fast ganz herunterzudrücken.

 

Neuseeland hat das Coronavirus eleminiert

Wie Premierministerin Jacinda Ardern mitteilte, gebe es dadurch jetzt keine weitverbreitete, unerkannte Übertragung des Virus mehr. "Das gibt uns die Zuversicht, dass wir unser Ziel der Eliminierung erreicht haben, was nie Null bedeutet hat. Aber es bedeutet, dass wir wissen, woher unsere Fälle kommen."

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Neuseeland hat laut aktuellen Zahlen der Johns-Hopkins-Universität 1476 Infizierte und gerade einmal 19 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Seit dem 1. April gebe es zudem nur einen einzigen Fall, bei dem die Behörden noch immer analysieren, wie sich die Person angesteckt hat, verriet Ashley Bloomfield, Geschäftsführer des Gesundheitsministeriums.

 

Neuseeland: Niedrige Infektionszahlen durch strenge Maßnahmen

Doch wie hat Neuseeland das geschafft? Zunächst einmal mit strengen Einschränkungen auf der höchsten Stufe vier, die fünf Wochen andauerten und am Montag gelockert wurden. Die Maßnahmen wurden nun auf Stufe drei heruntergesetzt. Das heißt: Einige Geschäfte und auch Schulen können wieder öffnen. Zudem dürfen Restaurants Essen zum Mitnehmen anbieten. Also teils ähnliche Maßnahmen, die in Deutschland schon seit Tagen gelten.

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Aber nicht nur die besonders strengen Maßnahmen ermöglichten eine starke Verlangsamung der Verbreitung des Virus, auch der Zeitfaktor spielte eine Rolle. Denn: Neuseeland hatte den ersten bestätigten Corona-Fall am 28. Februar, also fast einen Monat später als Deutschland. So konnte frühzeitig auf das Virus reagiert und die Zahlen insgesamt niedrig gehalten werden. "Wir haben eine ziemlich schnelle und starke Reaktion der Regierung gesehen, aber auch ein bisschen Glück in Bezug auf das Timing“, sagte Nick Wilson, Professor für öffentliche Gesundheit an der Universität von Otago, der "Financial Times". Auch die Lage Neuseelands als Inselstaat erschwerte eine Ausbreitung des Virus.

 

Premierministerin Ardern hält sich mit Lockerungen zurück

Und auch bei der Anzahl an Tests schneidet Neuseeland laut eines CCN-Berichts gut ab. Ungefähr 126.066 Tests führte das Land bisher durch - in Relation zur Bevölkerungszahl ungefähr so viele wie Deutschlands. Aber: Laut Mike Ryan, Exekutivdirektor der WHO-Programme für gesundheitliche Notfälle, ist nicht nur die Anzahl der Tests wichtig. Dem Experten zufolge sei es ein gutes Zeichen, wenn mindestens zehn negative Fälle auf jeden positiven Fall kämen. Wenn du positiven Fälle der Tests also ungefähr 9 Prozent ausmachen, läuft das Testverfahren gut. In Neuseeland liegt diese Rate bei 1 Prozent. Zum Vergleich: In Deutschland beträgt sie etwa 8,3 Prozent.

Premierministierin Jarcinda Ardern hat strenge Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus eingeführt.
Premierministierin Jarcinda Ardern hat strenge Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus eingeführt. Foto: Getty Images

Entscheidend ist aber die besondere Vorsicht der Regierung und die Geduld der Bevölkerung. Denn obwohl die Zahlen bereits seit Mitte April einen rückläufigen Trend andeuten, verlängerte Jacinda Ardern die Ausgangsbeschränkungen bis zum 27. April. Und auch jetzt hält sich die Premierministerin mit deutlichen Lockerungen zurück. "Wir sind noch nicht über den Berg“, stellte Ardern auf der Pressekonferenz am Montag klar. „(Stufe drei) ist eine Art Aufwachraum, in dem wir beurteilen, ob die unglaubliche Arbeit, die die Neuseeländer geleistet haben, funktioniert hat."

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