KörperwahnSie war ein Fitness-Model, doch in Wirklichkeit war sie nur einsam

 Sie ist schön, fit und hat das, was sich viele Frauen wünschen. Trotzdem ist Fitness-Model Madelyn unglücklich mit ihrem Leben.

"Ich habe meine Periode nicht mehr bekommen, verlor alle Freunde und hatte die schlimmsten Blähungen meines Lebens", so beschreibt Madelyn aus Colorado ihre Karriere als Fitness-Model. Glücklich hört sich irgendwie anders an, oder? Ganz genau. Das bestätigt auch Madelyn: "Ich fühlte mich isoliert, hungrig, ängstlich und unglücklich.

Fitness-Models gelten als gesund und fit. Viele von ihnen können ihr Gewicht nur halten, weil sie Esstörungen haben. Auch Madelyn war vollkommen besessen davon, den perfekten Körper zu haben. Immer hielt sie Ausschau nach anderen Frauen, die vielleicht fitter oder trainierter waren als sie selbst.

Und auch ihr Essverhalten veränderte sich mit der Zeit drastisch. Ein Ernährungscoach sagte ihr sogar, sie solle auf Obst verzichten. Das endete damit, dass Madelyn zwei Mal am Tag trainierte und sich nur noch von Hühnchen, Eiweiß, Haferflocken, Erdnussbutter, Brokkoli und Protein-Pulver ernährte. Das hielt sie für 5 Monate durch.

Zu Wettkampfzeiten hatte Madelyn nur 6,5 Prozent Körperfett. Extrem wenig für eine Frau. Aber glücklich hat sie das nicht gemacht. "Ich musste immer daran denken, dass das Einzige, was die Leute auf meiner Beerdigung sagen würden, wäre, dass ich gesund gegessen habe."

Dabei war Madelyn immer gefährdet essgestört zu werden. Aber ernst wurde es erst, als sie zum College ging. Da begann sie mit Fitness-Wettbewerben und ihrem extremen Essverhalten. Sie dachte, dass sie so endlich den perfekten Körper bekommen würde. Doch was sie bekam, waren starke Blähungen durch das ganze Protein und eine ausbleibende Regelblutung. Außerdem war sie unglücklicher denn je.

Schon nach dem zweiten Wettkampf wusste Madelyn, dass sich etwas ändern musste. Sie zog um in einen anderen Staat und verriet nur ihren Eltern, wo sie hinging. Außerdem trainierte sie nicht mehr und ernährte sich von Pizza und Fertiggerichten. Ihre Therapie, wie sie heute sagt.

Inzwischen ist Madelyn wieder glücklicher. Sie selbst ist Ernährungscoach geworden. Für junge Mädchen hat sie einen entscheidenden Rat: "Hört auf im Internet euren Fitness-Idolen nachzueifern. Denn das macht euch nur unglücklich. Entscheidet euch lieber dafür glücklich zu sein." 

Heute ist Madelyn zwar immer noch schlank, aber sie hat sich von ihrer Angst vor Essen befreit.

 

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