HaarpflegeSilikonfreies Shampoo: So wäschst du dein Haar umweltschonend

Silikonfreies oder Silikonhaltiges Shampoo – da scheiden sich die Geister. Welches Shampoo für welchen Haartyp geeignet ist und wo die Vorteile liegen, erfahrt ihr hier.

Inhalt
  1. Silikonfreies vs. Silikonhaltiges Shampoo: Was ist am besten für welchen Haartyp
  2. Wie finde ich silikonfreie Shampoos?
  3. Anwendung von silikonfreiem Shampoo



Welche Frau träumt nicht von glänzendem und vollem Haar, wie es uns in der Werbung vorgelebt wird? Silikon schien lange Zeit die Lösung in Shampoos zu sein.
Aber sind Silikone wirklich so gut für unser Haar und sollten wir nicht lieber auf silikonfreies Shampoo zurückgreifen?

Durch den sogenannten Build-up Effekt versiegeln Silikone unsere Haare und die Haare können unter dem Silikonmantel austrocken.

Der Griff zur Haarkur ist dabei absolut nachvollziehbar aber leider auch nutzlos. Pflegestoffe wie Vitamine, Proteine und Feuchtigkeit dringen durch den Silikonmantel nicht mehr an die Haarfaser. Außerdem sind schwere Silikone nicht biologisch abbaubar und schwer filterbar, sodass ihre Reste leicht in unser Grundwasser gelangen können.
Silikonfreie Shampoos scheinen da die geeignete Lösung zu sein, da sie die Haare auf natürliche Art und Weise reinigen und pflegen.

 

Silikonfreies vs. Silikonhaltiges Shampoo: Was ist am besten für welchen Haartyp

Ähnlich wie bei den Hauttypen unterscheidet sich die Reinigung und Pflege auch bei unterschiedlichen Haartypen.

Zählst du zu den Frauen mit feinem, kraftlosem und fettigem Haar und neigst zu empfindlicher Kopfhaut, solltest du am besten zu silikonfreien Shampoos greifen. Zum einen erschweren Silikone dein Haar nur zusätzlich und zum anderen können sich chemische Rückstände auf die Kopfhaut legen. Sensible Kopfhaut reagiert auf solche Irritationen, indem die Talgdrüsen angeregt werden und Öl produziert wird. Der Weg für fettige Haare ist damit geebnet.

Hast du dagegen stumpfes, krauses oder strapaziertes Haar, darfst du ruhig zu Shampoos mit leichten und hochwertigen Silikonen greifen. Achte dabei auf den Zusatz ‚wasserlöslich‘, da dieses auswaschbar ist und kaum schädlich für die Umwelt ist. Das Silikon legt sich wie eine Filmschicht um deine Haare und glättet es.

 

Wie finde ich silikonfreie Shampoos?

Der Blick aufs Etikett lohnt sich definitiv: Die Chemie-Trickkiste entlarvst du, indem du auf Endungen wie ‚-cone‘, ‚-conol‘ und ‚xane‘ achtest.

Außerdem kannst du die App ‚CodeCheck‘ zu Rate ziehen: Einfach den Barcode auf der Shampoo-Flasche einscannen und schon werden dir die Inhaltsstoffe angezeigt. Silikonen sind mit dem Label ‚leicht bedenklich‘ versehen. Da die Nachfrage von silikonfreien Shampoos in der letzten Zeit angestiegen ist, haben Hersteller wie balea, Nivea, Guhl und Garnier nachgezogen.

Möchtest du ein Shampoo, welches völlig frei von schädlichen Chemikalien ist, so greif am besten zu zertifizierter Naturkosmetik mit dem BDIH-Logo. Der Bundesverband Deutscher Industrie- und Handelsunternehmen sowie Natrue verbieten den Zusatz von Silikonen, Parabenen und synthetischen Duftstoffen.

Wasserlösliche und leichte SIlikone findet man unter  'Cyclomethicone' und 'Cyclopentasiloxan'. Achte auch da auf das Etikett des Shampoos. 

Um Silikone in Shampoos zu enttarnen, lohnt sich der Blick aufs Etikett. 
Foto: iStock
 

Anwendung von silikonfreiem Shampoo

Benutzen tust du silikonfreies Shampoo wie jedes andere Shampoo. Allerdings wird es ungefähr 2 Wochen dauern, bis du einen Unterschied merkst. So lange dauert es in etwa, bis die Build-up Silikonschicht vollständig von deinem Haar abgewaschen ist. In dieser Zeit wird sich dein Haar etwas rau anfühlen, gewöhnt sich aber schnell an die neue Pflege. Dann darfst du deinem Haar auch endlich etwas Gutes tun mit Kuren und Masken, da die Pflegestoffe wieder bis in die Haarfaser durchdringen.

Silikonhaltiges Shampoo ist nicht grundsätzlich schlecht, die Verwendung kommt nur auf die Haar-Eigenschaften an. Möchtest du aber einen umweltschonenden Beitrag leisten, greif auf jeden Fall zu silikonfreiem Shampoo.

 

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Autorin: Annabel Schütt

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