SuperfoodsSind Superfoods schädlich? Warnung vor Chia-Samen, Goji-Beeren und Co

Können wir uns Superfoods sparen? Die Verbraucherzentrale Niedersachsen warnt vor Pestiziden in den Wundermitteln und rät zu heimischem Obst und Gemüse.

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Können wir uns Chia und Co etwa sparen?
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Morgens ein paar Chia-Samen in den Joghurt, mittags Quinoa statt Reis und zwischendurch noch einen Matcha Latte - Superfoods stehen bei uns schon seit Langem auf dem Speiseplan und ersetzen dort immer häufiger regionale Nahrungsmittel. Kein Wunder, denn die gehypeden Exoten gelten als super gesund, sollen schlank, schön, vital machen, und wenn man immer brav seinen Chia-Pudding löffelt, altert man womöglich sogar langsamer. So weit unser bisheriger Stand. Doch jetzt wird unser Weltbild durch diese Nachricht der Vebraucherzentrale Niedersachen erschüttert:

 

Möglicherweise sind Superfoods gar nicht so super, wie gedacht!

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen rät uns zum Tag der gesunden Ernährung am 7. März dazu, unsere tägliche Portion Superfoods durch heimisches Obst und Gemüse zu ersetzen. Dieses sei nämlich oftmals gesünder als die als 'Superfood' angepriesenen Nahrungsmittel, die häufig mit Pestiziden belastet und überteuert sind. Auch die positiven Wirkungen seien "in den wenigsten Fällen nachgewiesen", erklärt Britta Schautz, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Aus diesem Grund sei zum Beispiel den Anbietern von Acai-Beeren verboten worden, die Beeren mit einem Anti-Aging-Effekt zu bewerben. 

 

Superfoods sind überteuert und mit Pestiziden belastet

Anders als die positiven Effekte, die nicht immer nachgewiesen werden können, lassen sich manche Nachteile der Superfoods dagegen nicht bestreiten: lange Transportwege aus Südamerika (Chia) oder China (Matcha) schaden dem Klima, hinzu kommt, dass die Superfoods nicht ausreichend erforscht sind. Lösen Chia-Samen am Ende Allergien aus? Keine Ahnung, denn zu den Samen gibt es noch keinerlei Langzeitstudien.

Hinzu kommt, dass die Bezeichnung Superfood gesetzlich nicht definiert ist, jeder kann den Begriff so verwenden, wie er möchte", sagt Schautz. Können wir uns Superfoods also sparen? Jein. Wenn die Bezeichnung 'Superfoods' so wenig definiert ist, essen wir halt weiter die Nahrungsmittel, von denen wir wissen, dass sie gesund sind und uns gut tun: Himbeeren, Äpfel, Haferflocken, Leinsamen... Die sind doch eigentlich auch ziemlich 'super'. 

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