Zu viel TechnikSmartphones machen ungeduldig - mit Folgen für unsere Kinder

Wenn ihr eure Kinder so erzieht, versagen sie im Leben
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Inhalt
  1. Smartphones machen Eltern ungeduldig
  2. Kinder lernen keine Frustrationstoleranz
  3. Was können Eltern tun?

Smartphones und Computer geben uns schnell das, was wir wollen. Um so schneller verlieren wir die Geduld bei unseren Kindern - mit schwerwiegenden Folgen für sie.

Unser Smartphone oder Tablet erleichtert unseren Alltag ungemein. Alles ist immer und sofort verfügbar. Doch wie so vieles hat auch dieser Vorteil weitreichende Nachteile und es betriff in erster Linie unsere Kinder.

 

Smartphones machen Eltern ungeduldig

Denn so wie uns die modernen Technologien alles sofort zur Verfügung stellen, erziehen wir auch unsere Kinder. Nörgelt oder schreit der Nachwuchs, muss er sofort ruhig gestellt werden. Wir geben ihm das, was er gerade verlangt, nur um unsere Ruhe zu haben. Denn Eltern haben sehr viel schwächere Nerven als noch vor 30 Jahren. Die digitale Revolution zeigt hier seine negativen Seiten.

Die Eltern sind überfordert, sie können ihren Kindern nicht mehr vermitteln, was sonst die Grundlage einer guten Erziehung war: Man kann nicht immer alles sofort bekommen, was man sich wünscht!

Experten sprechen davon, dass Erwachsene nur noch reagieren können. Nicht nur auf ihr Smartphone, sondern auch auf ihr Kind.

Dabei ist es in der Kindererziehung wichtig, intuitiv zu handeln, aus einem Bauchgefühl heraus zu agieren. Denn die Reaktion vieler Eltern ist es heutzutage: Stresst mich mein Kind, lenke ich es mit Fernseher, Handy oder Tablet ab.

 

Kinder lernen keine Frustrationstoleranz

Die Heranwachsenden entwickeln mit dieser Erziehungsmethode keinerlei Frustrationstoleranz. Sie haben ja immer das bekommen, was sie wollten. Sie können Dinge, die wir täglich als völlig normal einstufen, kaum bis gar nicht aushalten. Das fängt bei einer schlechten Note an, geht über den langweiligen Tag im Büro weiter und hört noch lange nicht beim schier endlosen Warten an der Supermarktkasse auf. Auch der erste Misserfolg erschüttert das Selbstbewusstsein des Kindes in den Grundmauern.

Will man ein halbwegs normales Leben meistern, ist eine ordentliche Portion Frustrationstoleranz von Nöten.

Diese zu vermitteln, beginnt schon vor dem ersten Lebensjahr. Nicht jedem Jammern muss sofort nachgekommen werden. Ein Kleinkind kann auch kurz warten. Oder ihm muss erklärt werden, dass dieses Spielzeug jetzt nicht gekauft wird oder es heute eben nicht zum Spielplatz geht.

Lernt es nicht, dass es solche „frustrierenden“ Situationen gibt, kann das Kind als Erwachsener vollkommen lebens- und arbeitsunfähig sein. Das heißt Pünktlichkeit, Ehrgeiz, Einsatz und ähnliches sind keine Eigenschaften, die sie beherrschen.

 

Was können Eltern tun?

Damit Erwachsene nicht mehr so leicht überfordert sind, brauchen sie Rückzugsorte, um zur Ruhe zu kommen. Die Kinder brauchen dagegen sehr viel mehr Zeit „offline“, um das zu erreichen.

Eltern, Großeltern und auch Pädagogen müssen sich zudem bewusst machen, dass man Kindern sehr wohl etwas abverlangen kann. Dazu gehören auch stillsitzen oder zuhören.

 

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