Krank sein adéSo bleibst du im Urlaub fit und gesund

Wenn am Strand die ersten Erkältungssymptome zuschlagen, ist das nicht nur unangenehm, sondern auch sehr ärgerlich.
Wenn am Strand die ersten Erkältungssymptome zuschlagen, ist das nicht nur unangenehm, sondern auch sehr ärgerlich.
Foto: iStock // Halfpoint

Wir alle kennen es: Das Phänomen immer dann krank zu werden, wenn Urlaub, Wochenende und Co. anstehen. Aber woran liegt das und was kann man dagegen tun?

 

Warum wir krank werden, wenn wir frei haben?

Wenn man immer dann krank wird, wenn Urlaubstage anstehen, ist das nicht bloß Pech im Spiel, sondern tatsächlich ein erwiesenes Leiden: Die sogenannte Freizeit- oder Ferienkrankheit. Die Ursache dafür ist Medizinern inzwischen bekannt, da Betroffene - in Deutschland leiden rund 3 Prozent der Menschen an der Freizeitkrankheit - meist eine Sache gemeinsam haben: Dauerstress bei der Arbeit, eine verantwortungsvolle Position und übersteigerten Ehrgeiz.

Die Stresshormone (u. a. Cortisol), die von montags bis freitags ausgeschüttet werden, schützen uns vor Krankheiten: Das Immunsystem wird voll beansprucht, der Körper zehrt an allen Kraftreserven, um Bakterien und Viren in Schach zu halten und arbeitsfähig zu bleiben.

Was auf den ersten Blick ganz praktisch klingt, ist auf Dauer ziemlich heimtückisch, denn lassen Stress und Anspannung am Wochenende oder im Urlaub nach, sinkt die Produktion des Stresshormons im Körper. Mit der Entspannung des Körpers fährt allerdings auch das Immunsystem herunter - es will sich schließlich regenerieren. Dabei wird der Körper allerdings anfälliger für Krankheitserreger und andere Beschwerden - was er ohnehin schon ist, da Stress an sich auch im Verruf steht, Krankheiten Tür und Tor zu öffnen.

 

Was sind die Symptome der Freizeitkrankheit?

Die Symptome der Freizeitkrankheit könnten unterschiedlicher nicht sein: von Muskel- und Gelenkschmerzen über Müdigkeit, Kopfschmerzen und Migräne bis hin zu Entzündungen, Grippen und Erkältungen (samt Husten, Schnupfen, Erbrechen und Co.). Sogar für depressive Phasen kann man während der Freizeiterkrankung anfälliger sein.

Wer ohnehin an einer chronischen Erkrankung leidet, etwa Rückenschmerzen oder Herz-Kreislauf-Probleme, neigt im Rahmen der Freizeitkrankheit oft zu jenen Beschwerden. Auch Beschwerden von Autoimmunkrankheiten, wie z. B. Allergien, kommen bei der Freizeitkrankheit verstärkt zum Vorschein.

 

Wie vermeide ich die Freizeitkrankheit, um fit und gesund in den Urlaub zu starten?

Um dem Teufelskreis der Ferienkrankheit zu entkommen, raten Experten zu folgenden Maßnahmen:

  • Langsam runterfahren: Am besten die ersten beiden Urlaubstage zu Hause verbringen und erst dann in den wohl verdienten Urlaub fahren.
  • Kleine Auszeiten in den Alltag einbauen: bewusste Entspannungsmomente, sei es eine Kaffeepause oder eine Runde Gassi gehen mit dem Hund nach Feierabend.
  • Urlaub auch mal Urlaub sein lassen: Handy, Laptop & Co. ausschalten und die Arbeit ruhen lassen!
  • Bewegung im Urlaub: Wassersport, Naturwanderungen & Co. helfen dabei, bewusst abzuschalten.
  • Entspannen: Nicht jeden Tag mit Aktivitäten und Erlebnissen vollpacken, sondern entspannte Strandtage dazwischen legen.
  • Langsam hochfahren: Nach dem Urlaub nicht direkt wieder in die Arbeit stürzen. Besser: Zwei Tage vor Arbeitsbeginn aus dem Urlaub wiederkehren und sich in der Heimat mental akklimatisieren.
  • Unabhängig von Urlaub und Wochenende: In den Alltag Dinge einbauen, die einem Spaß machen - sei es auch nur eine Viertelstunde am Tag.
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