Berge versetzenSo trainierst Du Deine mentale Stärke

So trainierst Du Deine mentale Stärke
Foto: iStock // Ridofranz
Inhalt
  1. 1. Mentale Stärke lässt sich trainieren
  2. 2. Auf Gedankenhygiene achten
  3. 3. Erfolgstagebuch führen
  4. 4. Stress-Prävention durch Entspannung
  5. 5. Bewegung in den Alltag integrieren
  6. 6. Anti-Stress-Essen für hektische Zeiten

Frauen sind Heldinnen des Alltags: Beruf und Familie wollen unter einen Hut gebracht werden. Und natürlich dürfen auch Freundinnen und Hobbies nicht zu kurz kommen. Das kann ganz schön stressig sein. Ohne mentale Stärke geht da nichts! Mental Coach Antje Heimsoeth gibt Tipps, um neue Energiequellen zu erschließen – gerade wenn der eigene Körper nicht so will, wie man selbst.

Selbst eine Powerfrau kann sich im trubeligen Alltag von kleinen Schwächen, wie einer sensiblen Blase, ganz schön stressen und unter Druck setzen lassen. Wo ist die nächste Toilette? Kann jemand etwas riechen? Taucht ein verräterischer Fleck auf meiner Hose auf? Zeichnet sich die Einlage unter meiner Wäsche ab? Viele Frauen haben das Gefühl, dass ihr Körper sie im Stich lässt. Andere empfinden Zorn, Kummer, Angst und Unsicherheit. Doch all das kann „Frau“ so gar nicht gebrauchen, wenn sie aktiv sein und das Leben genießen möchte. „Lassen Sie sich durch solche unangenehmen Gefühle nicht aus dem Gleichgewicht bringen“, rät Mental Coach Antje Heimsoeth. Darum hat die Expertin für mentale Stärke, Selbstführung und Motivation Tipps für mehr Energie und Gelassenheit im Alltag zusammengestellt.

 

1. Mentale Stärke lässt sich trainieren

Um mentale Stärke aufzubauen, ist es wichtig, auf seine Gedanken zu achten, dankbar zu sein, sich zu vertrauen, liebevoll mit sich selbst umzugehen und an die eigenen Fähigkeiten zu glauben. Das ist anfänglich vielleicht etwas schwierig, aber mentale Stärke gewinnt man nicht mit Pessimismus. „Verurteilen Sie sich nicht, wenn Sie mal wieder ein paar Tropfen Urin verlieren“, so Antje Heimsoeth. Selbstzweifel führen zu destruktiven Gedanken – und genau diese Gedanken gilt es im Zaum zu halten, denn sie verursachen Stress, Angst, Zweifel, Verspannungen und unangenehme Gefühle. Mental starke Menschen können besser mit eigenen Schwächen umgehen und lassen sich davon im Alltag nicht einschränken. „Mentale Stärke lässt sich von jedem Menschen trainieren – unabhängig vom Alter, bisherigen Fähigkeiten und Ausbildung“, erklärt die Expertin.

 

2. Auf Gedankenhygiene achten

Wenn sich die schwache Blase bemerkbar macht, sollten sich Frauen lieber ein Kompliment machen oder einen positiven Gedanken fassen – beispielsweise: „Ich bin kerngesund. Wenn Blasenschwäche mein einziges Problem ist, kann ich doch froh sein!“ oder „Ich habe ein paar wunderbare Kinder in die Welt gesetzt. Meine schwache Blase ist nun eben einfach eine Folge davon.“ Behindern Ängste den Alltag, dann sollte man sie akzeptieren und sich ganz bewusst damit auseinandersetzen. Ein Verdrängen ist kontraproduktiv. „Auch wenn diese Hürden im Kopf nicht von einem Tag auf den anderen verschwinden, ist das schon ein großer Schritt in die richtige Richtung“, sagt Antje Heimsoeth.

 

3. Erfolgstagebuch führen

Viele Menschen neigen dazu, besonders selbstkritisch zu sein und sich vor allem auf die eigenen Defizite zu konzentrieren. Das schenkt uns aber keine Kraft. „Besinnen Sie sich lieber auf eigene Stärken und bereits verbuchte Erfolge! Das nutzt uns als Kraftquelle, weil es positive Gedanken freisetzt“, so die Expertin. Deshalb lohnt es sich auch, ein wenig Zeit für ein Erfolgstagebuch zu investieren. Durch die eigenen Aufzeichnungen lassen sich Erfolgserlebnisse nachhaltig verinnerlichen. Ein Fokussieren auf bereits erreichte Erfolge stärkt das Selbstvertrauen und damit auch die mentale Stärke.

 

4. Stress-Prävention durch Entspannung

Stress im Alltag lässt sich am besten durch Phasen der Entspannung entgegenwirken. Das heißt: Öfter mal eine kleine Pause zum Durchatmen machen! Um den Kopf frei zu bekommen, genügt manchmal schon ein kurzer Spaziergang in der Mittagspause. Auch einfache Entspannungstechniken wie Atemübungen, einzelne Übungen aus der progressiven Muskelentspannung oder Meditation, die Visualisierung eines Ruhebildes oder „schönen Orts“, Musik hören, zehn Minuten Ruhe bei einer Tasse Tee oder ein Kapitel in einem guten Buch können helfen. Und: Einfach mal „nein“ sagen, wenn man sich überfordert fühlt und einen Gang zurückschalten möchte.

 

5. Bewegung in den Alltag integrieren

„Sport wirkt durchblutungsfördernd, stärkt die Muskeln und das Selbstvertrauen“, sagt Antje Heimsoeth. Gerade bei Blasenschwäche empfehlen sich verschiedene Sportarten, die den Beckenboden stärken oder zumindest entlasten. Am besten eignet sich leichter Laufsport, beispielsweise Wandern, Gehen oder Walking. Aber auch Schwimmen und Radfahren sind ohne weiteres möglich. Einfache Möglichkeiten, Bewegung in den Alltag zu integrieren, sind: kürzere Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigen statt ins Auto zu steigen, Treppe laufen statt mit dem Fahrstuhl zu fahren oder ein Spaziergang mit der Familie am Wochenende.

 

6. Anti-Stress-Essen für hektische Zeiten

Wer Arbeit und Familie in Einklang bringen und dabei ausgeruht und leistungsfähig sein möchte, sollte zudem auf eine gesunde und bewusste Ernährung achten. Die goldenen Grundsätze dafür lauten: Abwechslung und Maß halten. „Essen Sie möglichst natürliche Produkte wie frisches Obst, viel Gemüse sowie Fisch und Fleisch in Maßen. Verzichten Sie möglichst auf Kaffee und Alkohol“, sagt Antje Heimsoeth. Beim Einkauf sollte man zu Lebensmitteln greifen, die noch nicht gekocht oder anderweitig verarbeitet worden sind. Für den Ernährungsplan eignen sich vor allem ausgewogene Rezepte, die Nährstoffe, Ballaststoffe und Kohlenhydrate enthalten. Nicht zuletzt sollte man sich für das Kochen und Essen genug Zeit nehmen. Das schafft Raum für bewusste Ernährung.

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