NaturereignisSonnensturm: Sind Polarlichter bald in Deutschland zu sehen?

Ein gewaltiger Sonnensturm am Mittwoch, dem 6. September 2017, hat Gas in den Weltraum geschossen. Auf der Erde sehen wir sie als Polarlichter: Aurora borealis.

Der Sonnenfleck AR2673 hat am Mittwoch die heftigste Sonneneruption seit 12 Jahren verursacht (Stärke X9,3). Solch eine Eruption hat die Energie von Milliarden Atombombenexplosionen. Etwa acht Minuten nach dem Ausbruch kann man die ersten Folgen von Deutschland aus bemerken: So kam es gestern gegen 14 Uhr zu Funkstörungen im Mobilfunk und GPS. Satelliten- und Radioverbindungen könnten auch in den nächsten Tagen noch gestört werden. Polarlichter erzeugen elektromagnetische Felder, die Elektrogeräte und Stromnetze schädigen können.

Die NASA (National Aeronautics and Space Administration) hat die Eruptionen der Sonne aufgenommen und auf Twitter veröffentlicht - in dieser Aufnahme zu sehen als greller Blitz:

Die sogenannten koronaren Massenauswürfe an Gas, die bei der Eruption in den Weltraum geschossen werden, werden bei uns als Polarlichter sichtbar. Was gewöhnlich nur in den Polargebieten zu sehen ist, kann - aufgrund der Heftigkeit des Sonnensturms - nun sogar von Deutschland aus sichtbar werden. Dafür müssten sich die Gasmassen allerdings gezielt in Richtung Erde bewegen - und der Himmel wolkenfrei sein.

Am Mittwochnachmittag und in der Nacht von Mittwoch (06. September 2017) auf Donnerstag (07. September 2017) waren die so erzeugten Polarlichter in Island gut zu sehen:

Mit etwas Glück treten die Polarlichter auch heute Nacht (von Donnerstag auf Freitag, dem 08. September) und sogar am Wochenende auf - und sind gegebenfalls von Deutschland aus zu sehen. Allerdings müsste der Himmel dafür klar sein. Laut wetteronline könnte man vor allem in den Küstenregionen Norddeutschlands das Phänomen beobachten.

Die Polarlicht-Vorhersage sagt für die kommende Nacht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für die Sichtung von Polarlichtern voraus.

Polarlichter entstehen, wenn elektrisch geladene Teilchen (Elektronen oder Protonen) des Sonnenwinds auf Atome der oberen Schicht der Erdatmosphäre treffen. Für uns wird diese Kombination meist als grünes oder rotes Licht am Himmel sichtbar.

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(ww7)

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