Neue Reform angekündigtSpahn: Wer Hebamme werden will, muss studieren

Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn steigt die Anforderungen an Geburtshilfe. Deswegen soll nun jeder, der Hebamme werden möchte, studieren.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn möchte eine neue Reform durchsetzen. Hiernach sollen alle, die Hebamme werden wollen, studieren. Spahn sieht für den Beruf ein duales Studium vor, welches Vorlesungen und Seminare mit beruflicher Praxis verbinden soll. „Hebammen helfen beim Start ins Leben“, sagt der Gesundheitsminister laut „tagesschau.de“. Deswegen ist der Druck hoch. Eine bestmögliche Ausbildung ist für Spahn unumgänglich.

Wichtig sei dies vor allem, weil die Zahl der Gebärenden immer höher wird, die Zahl der künstlichen Befruchtung steigt und auch chronisch Kranke Kinder bekommen, sagt Mechthild Groß, Professorin für Hebammenwissenschaften. Die Anforderungen steigen also durchweg.

 

Studium ist in einigen Städten bereits möglich

Bisher haben Hebammen an Schulen für solche gelernt. Wenn es nach Spahn geht, soll eine EU-Richtlinie umgesetzt werden, nach der die Ausbildung für das Berufsfeld bis Anfang 2020 reformiert sein muss, berichtet „Spiegel Online“. Bereits im Koalitionsvertrag hatten sich die Parteien geeinigt, die Idee umzusetzen. In einigen Städten, wie Hamburg, Berlin, Ludwigshafen und Jena, ist es bereits möglich sich für einen Hebammenstudiengang einzuschreiben.

Ob dem Rückgang der Hebammen mit der beruflichen Aufwertung durch ein Studium entgegengewirkt werden kann, bleibt fraglich. In Deutschland mangelt es derzeit stark an Hebammen. Zwar ist die Zahl dieser gestiegen, jedoch arbeiten viele von ihnen nur in Teilzeit, weswegen es für Gebärende schwierig ist, eine Hebamme zu finden.

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