Rettung dauert bereits mehrere TageSpanien: Zweijähriger stürzt in 110 Meter tiefen Brunnenschacht

In Spanien ist am Sonntag ein Zweijähriger in ein 110 Meter tiefes Brunnenloch gefallen. Die Rettungsarbeiten laufen auf Hochtouren.

Am Sonntag fiel der zweijährige Julen beim Spielen in einen Brunnenschacht in Totalán (bei Málaga in Spanien). Zusammen mit seinen Eltern und Freunden der Familie unternahm der kleine Junge einen Picknickausflug. Während des Essens lief er umher und fiel in das ungesicherte Loch im Boden.

 

Im Brunnenschacht verschollen

Der Schacht ist nur etwa 25 Zentimeter breit und 110 Meter tief. Die Rettungsarbeiten gestalten sich kompliziert, da der Schacht zu eng für einen Erwachsenen ist. Zunächst wurde daher eine Kamera in das Loch gelassen. Sie kam bis zu einer Tiefe von 70 Metern. Dort versperrt ein Erdbrocken den Weg, der nun nach und nach abgetragen wird. Woher der Brocken stammt und ob er durch den Sturz des Jungen an seinen Platz kam, ist bisher noch unklar. In der Tiefe von 75 Metern fanden die Helfer inzwischen eine Tüte Bonbons. Bei 78 Meter Tiefe lag ein Becher, mit dem der kleine Junge kurz vor seinem Sturz noch gespielt hatte.

Mittlerweile ist auch klar: Der Schacht wurde ohne Anmeldung oder Genehmigung gebohrt. Zumindest liege der Bergwerks- und auch der Wasserbehörde ein solches Dokument nicht vor, erklärte ein Sprecher der andalusischen Regionalregierung der Zeitung El País.

 

Die Rettung des Zweijährigen läuft auf Hochtouren

Aktuell wird ein Paralleltunnel mit einem Durchmesser von 1,5 Metern gegraben. Über einen Zugang soll Julen dann gerettet werden. Allerdings kann der Brunnen sehr leicht einbrechen und die Zeit drängt. Das Graben des Paralleltunnels kann noch weitere zwei Tage dauern.

Seit Sonntag harren die Eltern des Jungen am Brunnen aus. Sie übernachten im Auto und hoffen verzweifelt auf ein Wunder.

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