TierschutzStadthagen: Labradorwelpe stirbt in Hundeschule - Hundetrainer verurteilt

Ausgerechnet in einer Hundeschule kam ein kleiner Labrador-Welpe ums Leben. Der Hundetrainer wurde nun von einem Gericht verurteilt.

Der Richter am Amtsgericht Stadthagen verurteilte einen Hundetrainer wegen fahrlässigen Zufügens von Leid, einer Ordnungswidrigkeit nach dem Tierschutzgesetz. Der Mann hatte in seiner Hundeschule einen zwölf Wochen alten Labrador bei einer Welpenspielstunde gequält und hohem Stress ausgesetzt - bis er starb.

 

Stadthagen: Hundewelpe stirbt nach Vorfall in Hundeschule

Das Tier hatte einen anderen kleineren Welpen bedrängt und womöglich auch angegriffen, der sich daraufhin unter einem Stuhl verkroch. Der Hundetrainer griff in die Situation ein und wollte dem Labrador seine Grenzen aufzeigen. So weit, so gut. Allerdings soll der Trainer dabei mehr als ruppig vorgegangen sein. Die Eigentümerin des Welpen erinnert sich vor Gericht an die Tat. „Der Hund wusste überhaupt nicht, wie ihm geschah“, erklärte die 39-Jährige. „Vielleicht hätte ich sagen sollen, dass er den Hund loslassen soll. Aber man denkt ja, dass die Person weiß, was sie tut.“ Der Hund soll sich zudem jaulend und strampelnd gewehrt haben – bis ihn seine Lebenskraft verließ. Der Hundetrainer begann umgehend das Tier wiederzubeleben. Alle Versuche blieben allerdings erfolglos.

 

War der Hundetrainer wirklich Schuld am Tod des Labradorwelpen?

Laut dem Richter sei dieses Verhalten weder sach- noch artgerecht gewesen. Allerdings ließ sich nicht nachweisen, dass das unangemessene Verhalten des Hundetrainers auch wirklich zum Tod des Welpen geführt hatte. Bei einer Obduktion des Tieres wurde als Todesursache ein Herz-Kreislauf-Versagen festgestellt. Auslöser hierfür könnte laut Gutachter ein Schock gewesen sein. Allerdings wurden auch Haare im Rachen des toten Hundes gefunden, was für Atembeschwerden sprechen würde, wofür der Hundetrainer hingegen nicht zur Rechenschaft gezogen werden könne.

Der Hundetrainer wurde am Ende des Verfahrens schließlich vom Richter zu einem Bußgeld von 1.500 Euro verurteilt. Die Hundeschule wurde zudem bereits im Juli geschlossen. Der Betreiber hatte nicht die erforderlichen Dokumente des Veterinäramtes nach dem Tierschutzgesetz zum Betreiben des Betriebs.

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