TVStadtrat bei sternTV: Familie Ritter soll Obdachlosenunterkunft verlassen

Familie Ritter aus Köthen ist bekannt für ihre Schlagzeilen über Gewalt und Rechtsextremismus. Nun gab Stadtrat Georg Heeg bei sternTV bekannt, dass die Ritters aus der Obdachlosenunterkunft ausziehen wird.

 

Am Mittwoch (13. Juni) berichtete Katrin Ritter in der Fernsehsendung sternTV, die die Familie seit 20 Jahren begleitet, dass sie Angst vor ihren eigenen Söhnen habe (hier kannst du Details dazu lesen). Daher wandte sich die 64-Jährige an RTL. Ein Kamerateam machte sich auf den Weg nach Sachsen-Anhalt in die Kreisstadt Köthen. Dort lebt die Familie in einer Obdachlosenunterkunft. Die Söhne fielen bereits öfter mit rechtsextremen Parolen auf, verbüßten schon häufig eine mehrjährige Haftstrafe, haben ein offensichtliches Alkoholproblem. Mutter Katrin machte aus ihrer rechtsextremen Haltung ebenfalls kein Geheimnis. 

 

Rechtsextreme Familie Ritter muss aus Obdachlosenunterkunft ausziehen

Der Köthener Stadtrat Georg Heeg erklärte bei sternTV, dass eine "vorübergehende Ausweichunterbringung" für Karin Ritter, ihre Söhne und ihren Ex-Mann gesucht werde, was jedoch schwierig sei. "Die Bemühungen sind da, eine Alternative zu finden. Doch Frau Ritter möchte nicht außerhalb Köthens untergebracht werden, das lehnt sie ab. Die Frage ist auch, was mit den aggressiven Männern passiert. Sie sind vorbestraft, mehrfach im Gefängnis gewesen und bedrohen wieder Menschen. Wir haben ständig neue Gerichtsverhandlungen", so Heeg im Interview mit Moderator Steffen Hallaschka. So haben die Söhne sogar einen Bauarbeiter, der in der Obdachlosenunterkunft sanitäre Anlagen installierte, bedroht. "Die Problematik hat verursacht, dass die Bauarbeiten gestoppt werden mussten", erzählt der CDU-Politiker.

Georg Heeg sieht keine Hoffnung mehr für Familie Ritter: "Jeder ist seines Glückes Schmied. Jeder entscheidet für sich, jeder kann sich selbst ändern. Doch von außen ist eine Änderung praktisch unmöglich."

Katrin Ritter, die Söhne sowie der Ex-Mann sollen bis zum 1. Oktober aus der Obdachlosenunterkunft ausgezogen sein. 

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