Absetzbare KostenSteuererklärung-Hacks: Das solltest du unbedingt beachten

Manchmal kommt einem die Steuererklärung wie ein Hexenwerk vor und die Frage liegt nahe: Warum tue ich mir das an? Doch wenn du unsere Steuererklärung-Hacks befolgst, kann sich der Aufwand finanziell mehr als nur lohnen.

Inhalt
  1. Wer muss eine Steuererklärung abgeben?
  2. Grundregeln der Steuererklärung
  3. Diese Kosten kannst du von der Steuer absetzen

Die Steuererklärung raubt vielen von uns einmal im Jahr die ganzen Nerven. Was man nicht alles angeben muss und Fragen wie: Was hat es mit Werbungskosten und Sonderausgaben auf sich? Gibt es irgendwelche Grundregeln, die beachtet werden müssen und Steuererklärung-Hacks, mit denen ich finanziell etwas rausholen kann? Wir klären auf.

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Wer muss eine Steuererklärung abgeben?

Zunächst stellt sich erst einmal die Frage: Muss ich überhaupt eine Steuererklärung abgeben? Denn tatsächlich muss nicht jeder Arbeitnehmer eine abgeben, da die Lohnsteuer direkt vom Gehalt abgezogen wird. Doch trifft einer der folgenden Punkte auf dich zu, bist du verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben.

Du hast …

  • einen Lohnsteuerfreibetrag.
  • eine Lohnersatzleistung.
  • die Steuerklasse 6, die Kombination 3/5 oder 4/4 mit Faktor.
  • eine Abfindung erhalten.
  • Einnahmen, außer dem regulären Gehalt, oberhalb des Grundfreibetrags.
  • einen Ehepartner der eine Einzelveranlagung beantragt.
  • einen Verlustvortrag.
  • für deine Kapitaleinkünfte noch offene Kapitalertrags- und Kirchensteuer.

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Grundregeln der Steuererklärung

Ob du eine Steuererklärung abgeben musst oder es freiwillig machst, ist egal. Es gibt ein paar Grundregeln der Steuererklärung, die du beachten musst.

Beachte die Abgabefrist! Für 2019 war es der 31. Juli 2020, den aktuellen Termin kannst du bei deinem Finanzamt erfahren. Kleiner Steuererklärung-Hack am Rande: Die Abgabefrist verlängert sich um 7 Monate, wenn du dich von einem Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfeverein beraten lässt. Über ELSTER lässt sich eine Fristverlängerung beantragen. Wer das vergisst, kann mit einem Verspätungszuschlag belastet werden.

Deine Angaben müssen der Wahrheit entsprechen, ansonsten kannst du dich strafbar machen.

Was viele nicht wissen, auch Gewinne müssen versteuert werden! Und zwar nicht nur jene, die den Grundfreibetrag übersteigen. Auf jeden Fall alle, die mit der Arbeit in Verbindung stehen. Zum Beispiel, wenn du an einem Wettbewerb mit Preisgeld teilgenommen hast, an dem nur Leute aus deiner Firma teilnehmen konnten.

 

Diese Kosten kannst du von der Steuer absetzen

Selbst wenn du nicht verpflichtet bist, eine Steuererklärung kann es sich durchaus lohnen, eine abzugeben. Denn du kannst verschiedene Kosten angeben und damit von deinen bereits gezahlten Steuern Geld zurückzubekommen. Schließlich möchte niemand einfach etwas verschenken. Was du alles von der Steuer absetzen kannst, verraten wir dir.

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Werbungskosten

Hierunter fallen alle Kosten, die dir durch die Arbeit entstehen. Das können neben Fahrt- auch Fortbildungskosten sein, aber auch Materialkosten wie beispielsweise für Fachbücher. Gebe alles an, wovon du noch die Belege hast, damit du diese bei Bedarf einreichen kannst.

Für deine Fahrtkosten (einfacher Fahrtweg) berechnest du 30 Cent pro zurückgelegten Kilometer. Dabei gilt: Runden verboten!

Sonderausgaben

Sonderausgaben klingen sehr speziell und hast du sicherlich nicht? Abwarten. Denn hierunter zählt neben der Kirchensteuer auch Vorsorgeaufwendungen, Spenden, Schulgeld und Kinderbetreuungskosten.

Für alles hast du automatisch Belege, weshalb du auch ohne bedenken alle Kosten angeben kannst. Deshalb gilt für alle die Spenden: Lass dir immer eine Spendenquittung ausstellen!

Handwerkerkosten und haushaltsnahe Dienstleistungen

Du bist stolze Besitzerin einer Wohnung oder von einem Haus und es sind einige Reparaturen, Umbauten oder Sonstiges von Handwerkern erledigt worden? Dann kannst du 20 Prozent der Arbeits- sowie Fahrtkosten als haushaltsnahe Dienstleitungen oder Handwerkerkosten von der Steuer abgesetzt werden!

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Außergewöhnliche Belastungen

Was sind außergewöhnliche Belastungen? Darunter Fallen tatsächlich zahlreiche Kosten, die sich detailliert im EstG Paragraf 33 nachlesen. Für die meisten sind besonders die Krankheitskosten, ein Ausbildungsfreibetrag sowie die Pflegekosten für die Eltern interessant.

Dabei gilt allerdings, dass ein Teil als Eigenbelastung selbst getragen werden muss. Der zumutbare Anteil der Kosten ist von verschiedenen Faktoren wie Einkommen, Beziehungsstatus und Anzahl der Kinder abhängig und kann zwischen ein bis sieben Prozent der Einkünfte betragen.

Tipp vom Finanzamt: Du bist dir nicht sicher, ob die Kosten eine zumutbare oder eine außergewöhnliche Belastung sind? Gebe im Zweifel alle gezahlten, i.d.R. Krankheitskosten in der Steuererklärung an. Zur Not streicht das Finanzamt einfach die Angaben und werden dir nicht angerechnet.

 

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