Gefahr im KinderzimmerStiftung Warentest: Borsäure macht Spielschleim zu gefährlichem Spielzeug

Er sieht witzig aus und fühlt sich auch genauso an: Spielschleim. Kinder mögen es zwar mit ihm zu spielen, jedoch hat Stiftung Warentest nun das Produkt getestet. Und der Spielschleim schneidet nicht gut ab.

Kinder lieben Spielschleim. Man kann ihn kneten, quetschen und ziehen – und in verschiedenen Farben gibt es ihn auch noch. Allerdings ist der spaßige Teil dann auch schon vorbei. Stiftung Warentest hat einen stichprobenartigen Test mit Slime-Produkten durchgeführt und ist zu einem erschreckenden Ergebnis gekommen.

Bolsäure sorgt für die besondere Konsistenz des Schleims, ist jedoch nicht gesund für Kinder. In höherer Konzentration kann er sogar gesundheitsschädlich sein. Zur Untersuchung durch Stiftung Warentest wurden fünf verschiedene Produkte gekauft und im Labor überprüft. Das Ergebnis: Alle Produkte haben so viel Bor abgegeben, dass sie gar nicht hätten verkauft werden dürfen.

Kinder kommen mit der Borsäure über die Haut oder sogar über den Mund in Kontakt, auch Verschlucken ist möglich. Im schlimmsten Fall löst Bor Durchfall, Erbrechen und Krämpfe aus. Bei Tierversuchen sorgt die Borsäure außerdem für die Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit und der Embryonalentwicklung. Aufgrund des Tests empfiehlt Stiftung Warentest alle Spielschleimprodukte lieber zu entsorgen und stattdessen andere Spielzeuge zu kaufen, die nicht so gefährlich sind.

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