ProduktestStiftung Warentest: Haarspülungen vom Discounter schneiden am besten ab

Die Stiftung Warentest hat insgesamt 17 unterschiedliche Haarspülungen von Marken wie Nivea, dm oder auch von Discountern getestet. Das Ergebnis überrascht.

Inhalt
  1. Stiftung Warentest: Discounter-Produkt ist Testsieger
  2. Kritischer Duftstoff in sechs Produkten gefunden
  3. Ein Produkt enthält ab 2020 verbotenes Silikon

Fangen wir direkt mit den guten Nachrichten an: In Bezug auf die Wirkung konnten alle von der Stiftung Warentest überprüften Haarspülungen überzeugen. Getestet wurden die Produkte sowohl an den Haaren von 22 Frauen wie auch an Haarsträhnen im Labor. Grundsätzlich ist die Anwendung bei allen Haarspülungen einfach und sie verbessern die Eigenschaften der Haare

Allerdings wurden von den Testern der Stiftung Warentest in mehreren Produkten kritische Inhaltsstoffe gefunden, die für eine schlechtere Bewertung sorgten. 

 

Stiftung Warentest: Discounter-Produkt ist Testsieger

Die "Biocura Hair Care Spülung Aufbau & Glanz" von Aldi Nord (Preis: 1,29 Euro) konnte im Testen überzeugen und erhielt die Bestnote 1,6 (Gut). Dahinter folgen jeweils mit der Bewertung 1,8 (Gut) auf Platz 2 die "Kür Professional Repair & Shine Spülung" von Aldi Süd (Preis: 1,99 Euro) und die "Alverde Repair Spülung", die bei dm erhältlich ist (Preis: 1,95 Euro). 

Stiftung Warentest: 19 von 26 Spülmitteln lösen Allergien aus

 

Kritischer Duftstoff in sechs Produkten gefunden

In den Spülungen von Lidl ("Cien Repair Spülung Intensive Repair"), L'Oréal ("Elvital Anti-Haarbruch Pflegende Aufbau-Spülung"), Nivea ("Reparatur & gezielte Pflege Pflegespülung"), Rausch ("Amaranth Repair-Spülung"), Syoss ("Repair O2 Spülung") und Fructis von Garnier ("Schaden Löscher Kräftigende Spülung") fand die Stiftung Warentest den Duftstoff Butylphenyl Methyl­propional, auch bekannt als "Lilial". Da aktuell nicht eindeutig geklärt ist, ob dieser Stoff Einfluss auf das Erbgut des Menschen haben kann oder aber die Fortpflanzungsfähigkeit negativ beeinflussen kann, wurden die Produkte, die Lilial enthalten, schlechter bewertet. Nach Ansicht der Stiftung Warentest hat der Duftstoff in den Produkten "nichts zu suchen". 

 

Ein Produkt enthält ab 2020 verbotenes Silikon

Silikone sind in einigen der geprüften Produkte enthalten. "Da die Umwelt­wirkung von Silikonen wegen fehlender Daten schwer abzu­schätzen ist, bewerten wir es noch nicht, wenn ein Mittel sie enthält", heißt es im Testbericht der Stiftung Warentest. Doch es gibt ein Produkt, dass die Ausnahme bildet. Denn die "Cien Repair Spülung Intensive Repair" Spülung von Lidl enthält das Silikon Cyclopentasiloxan, abgekürzt D5. Da bereits bekannt ist, dass sich D5 im Organismus anreichern kann, ist es ab 2020 als Bestandteil von Produkten, die wieder ausgewaschen werden - so auch in Haarspülungen - verboten. Aus diesem Grund erhielt Lidl bei der Untersuchung "kritischer Stoffe" nur die Note "ausreichend". 

 

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