Lockerungen oder Verlängerung?Strenger Corona-Lockdown: Wie lange noch?

Bund und Länder haben eine Verlängerung des Lockdowns beschlossen. Doch was kommt danach?

Inhalt
  1. Corona-Lockdown: Was passiert nach dem 31. Januar?
  2. Politiker und Experten warnen vor Lockerungen
  3. Virologie hält Inzidenz von 50 für "illusorisch"

Am Dienstag, 5. Januar, haben die Ministerpräsidenten der Bundesländer zusammen mit Angela Merkel beschlossen, was vorher schon so gut wie klar war: Der harte Lockdown muss noch einmal verlängert werden, zudem gibt es Verschärfungen unter anderem bei den Kontaktbeschränkungen. Die neuen Maßnahmen gelten bis zum 31. Januar - vorerst.

 

Corona-Lockdown: Was passiert nach dem 31. Januar?

Was danach kommt, ist noch nicht geklärt. Am 25. Januar wollen sich Bund und Länder wieder zusammenfinden und beraten, wie es über den 31. Januar hinaus weitergeht. Ob dann wieder gelockert werden kann, ist angesichts der aktuellen Infektionszahlen kaum vorstellbar. Am Freitag, 8. Januar, wurden 31.849 neue Fälle gemeldet, zudem gab es mit 1188 binnen 24 Stunden einen neuen Höchstwert bei den Todesfällen.

Allerdings ist eine Interpretation der Infektionszahlen aufgrund der Feiertage nach wie vor schwierig. Das RKI geht erst ab Mitte Januar wieder von aussagekräftigen Daten aus. Dennoch: Das Ziel der Regierung, den Inzidenzwert in Deutschland wieder unter 50 zu drücken, ist noch weit entfernt. Derzeit liegt er bei 136,5.

 

Politiker und Experten warnen vor Lockerungen

Auf der anderen Seite wird bereits über Öffnungen von Schulen diskutiert, einige Bundesländer planen eine schrittweise Rückkehr zum Präsenzunterricht ab dem 18. Januar. Dabei müssen die Politiker das Infektionsgeschehen gegen andere relevante Faktoren wie das Recht auf Bildung und wirtschaftliche Konsequenzen des Lockdowns abwägen.

Corona-Lockdown: Diese neuen Regeln gelten jetzt!

Volker Bouffier, Hessens Ministerpräsident, stellt Lockerungen für den Februar in Aussicht - allerdings mit einer Bedingung. "Nur, wenn jetzt alle möglichst zu Hause bleiben und Kontakte einschränken, haben wir eine Chance, die Infektionszahlen zu senken", so der Politiker. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder warnt jedoch im Interview mit der "Bild"-Zeitung: "Vorschnelle Lockerungen würden uns wieder weit zurückwerfen."

 

Virologie hält Inzidenz von 50 für "illusorisch"

Und auch andere sind skeptisch. "Vernünftigerweise sollte die Politik jetzt schon sagen: Bis Ende März oder bis Ende April kann sich nichts ändern", so der Berliner Amtsarzt Patrick Larscheid gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Der Epidemiologe Klaus Stöhr hält einen Inzidenzwert von 50 im Winter in Deutschland dagegen für "illusorisch", sagte er dem Sender n-tv. Ob und wie es in Deutschland weitergeht, das wird sich wohl erst in einigen Wochen zeigen.

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