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Studie aus Israel: Herzmuskelentzündung - Risiko höher bei Infektion als durch Impfung

Eine neue Studie aus Israel liefert jetzt überraschende Erkenntnisse zum Thema Herzmuskelentzündung nach der Corona-Impfung.

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Seit Ende vergangenen Jahres sind in Deutschland Impfungen gegen das Coronavirus verfügbar. Mittlerweile haben rund 60 Prozent der Gesamtbevölkerung hierzulande einen vollständigen Impfschutz. Bis dahin war es ein langer Weg. Besonders Berichte von seltenen Nebenwirkungen nach der Impfung sorgten für Skepsis und Verunsicherung.

Risiko einer Herzmuskelentzündung bei Covid-Erkrankung deutlich höher

In Bezug auf das Vakzin von Biontech/Pfizer gab es zuletzt Berichte von vereinzelten Herzmuskelentzündungen bei jungen Menschen, inbesondere bei Männern. Seit kurzem gilt die Herzmuskelentzündung, auch Myokarditis genannt, offiziell als seltene, aber schwere Nebenwirkung. Ärzte werden dazu angehalten, über die Möglichkeit einer solchen Erkrankung zu warnen.

Delta-Virusvariante: Wie wirksam ist die Corona-Impfung?

Nun ist eine groß angelegte israelische Studie, die im Fachmagazin "New England Journal of Medicine" (NEJM) veröffentlicht wurde, zu einem überraschenden Ergebnis gekommen. Das Risiko sei tatsächlich erhöht. Aber die Untersuchung zeigt auch: Das Risiko einer Herzmuskelentzündung bei einer Erkrankung mit Covid-19 ist deutlich höher.

Vor allem junge Männer von Herzmuskelerkrankung betroffen

Bei der Analyse wurden die Daten von rund 1,7 Millionen Menschen verwendet. Die eine Hälfte war geimpft, die andere nicht. Im Schnitt entwickelten im Schnitt 2,7 von 100.000 Geimpften in den ersten 42 Tagen nach der Impfung eine Herzmuskelentzündung. Bei den Personen, die sich mit Corona infizierten, lag der Wert deutlich höher, und zwar bei elf von 100.000 Personen.

Das Durchschnittsalter von den 21 Geimpften, die eine Herzmuksentzündung bekamen, lag bei 24 Jahren. 90,9 Prozent von diesen waren männlich. Ein weitere Bestätigung dafür, dass die seltene Erkrankung vor allem junge Männer trifft. "Falls jemand vor einer Coronaimpfung zurückschreckt, weil er Angst vor einer sehr seltenen und meist nicht sehr bedrohlichen Herzmuskelentzündung hat, zeigt diese Studie, dass das Myokarditis-Risiko für Ungeimpfte, die sich mit dem Coronavirus infizieren, viel höher ist", so Ben Reis, Co-Autor der Studie gegenüber der "New York Times".

Artikelbild und Social Media: istock/Rasi Bhadramani