WissenschaftStudie: Großeltern können schlechte Gesundheit ihrer Enkel fördern

Eine Studie der Universität Glasgow fand nun heraus, dass Großeltern die Gesundheit ihres Enkels schädigen können. Der Grund dafür ist für dich bestimmt nicht ganz unbekannt...

Meine Oma hat ein Schränkchen in ihrem Wohnzimmer stehen. Früher war das prall gefüllt mit jeder Menge Süßigkeiten. Jedes Mal, wenn ich bei ihr zu Besuch war, gab es Kuchen und ich durfte mir so viel ich wollte aus besagtem Zucker-Vorrat nehmen. Ich fand das toll, meine Mutter weniger, weshalb ich es oft heimlich machte. Bei uns kam das Naschen bei Oma eher selten vor, da meine Großeltern zwei Autostunden von uns entfernt wohnten. Aber gerade Kinder, um die sich Oma und Opa regelmäßig kümmern, weil die Eltern arbeiten müssen, laufen Gefahr dick zu werden. Zudem rauchen viele ältere in Gegenwart von Kindern und bewegen sich nur wenig.

Genau das fand jetzt eine Studie von Wissenschaftlern der Universität Glasgow heraus. Die Forscher werteten Daten von 56 Studien und 18 Ländern (u.a.Großbritannien, die USA, China und Japan) aus. Untersucht wurde, wie sich Ernährung, Bewegung und rauchen der Großeltern auf ihre Enkel auswirkte.

Studie: Großeltern können schlechte Gesundheit ihrer Enkel förderniStock

 

Essen von Oma und Opa als Belohnung 

Die Ergebnisse zeigten, dass die meisten Großeltern schlecht über gesunde Ernährung informiert waren und Essen als Belohnung oder Trostmittel an die Kinder geben. Sie meinen es schlichtweg zu gut und wollen möglichweise auch Streit vermeiden. Eltern fällt es dann oft schwer, einzugreifen. Man will Oma und Opa ja nicht vor den Kopf stoßen und ist auch auf deren Hilfe angewiesen. 

Dennoch stellt Studienleiterin Dr. Stephanie Chambers klar: "Die Untersuchungsergebnisse zeigen zwar deutlich, dass Verhaltensweisen wie Rauchen vor den Kindern oder ständige Süßigkeiten das Krebsrisiko beim Heranwachsen der Kinder erhöhen - aber es ist auch klar, dass diese Risiken nachweislich nicht mit Vorsatz gesteigert werden."

Berthold Koletzko vom Haunerschen Kinderspital der Universität München sagte dem Spiegel übrigens mal dazu: "Entscheidend ist, was die Kinder im frühen Lebensalter essen", sagt Koletzko, "und wie sie gefüttert werden." Daher rate er, dass Oma und Opa die Enkel statt mit Essen, lieber mit Spielen oder Vorlesen belohnen. 

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