Unterschiede von mehreren Hundert EuroStudie: In welchen Städten sind die Nebenkosten am günstigsten?

Eine Studie des Instituts für Wirtschaftsforschung (IW Köln), die vom Eigentümerverband Haus und Grund in Auftrag gegeben wurde, zeigt, wie sehr die Nebenkosten in unterschiedlichen Städten variieren können. Wie herauskam, gibt es innerhalb Deutschlands Unterschiede von bis zu mehreren Hundert Euro pro Jahr.

Im Rahmen der Studie des Instituts für Wirtschaftsforschung (IW Köln) wurden die Müll- und Abwassergebühren sowie die Belastung durch die Grundsteuer in den 100 größten deutschen Städten untersucht. Für einen Vergleich wurden für jede Stadt die Kosten für eine Musterfamilie bestehend aus zwei Erwachsenen und zwei Kindern berechnet. Grundlage der Rechnung waren das Müllgebührenranking 2016, das Abwassergebührenranking 2017 und das Grundsteuerranking 2018.

Aus der Aufstellung des Instituts geht das bayrische Regensburg als Sieger hervor. Rund 857 Euro Nebenkosten werden hier im Jahr für Müll, Abwasser und Grundsteuer fällig. Verlierer ist hingegen Leverkusen. Hier werden für dieselben Kostenpunkte 1.981 Euro pro Jahr fällig. Das ist ein Unterschied von über 1.000 Euro im Jahr.

Auch unter den vier Millionenstädten gibt es große Unterschiede. Während man in München 1.058 Euro pro Jahr zahlen muss, sind es in Köln schon 1.195 Euro. In Hamburg werden laut dem Studienbeispiel 1.321 Euro im Jahr fällig und in Berlin sind es satte 1.619 Euro.

 

In diesen fünf Städten sind die Nebenkosten am günstigsten:

1. Regensburg: 857 Euro

2. Ludwigsburg: 920 Euro

3. Trier. 940 Euro

4. Mainz: 949 Euro

5. Heidelberg: 952 Euro

 

In diesen fünf Städten sind die Nebenkosten am teuersten:

1. Leverkusen: 1.981 Euro

2. Moers: 1.919 Euro

3. Potsdam: 1.763 Euro

4. Mönchengladbach: 1.754 Euro

5. Witten: 1.707 Euro

Laut Haus und Grund-Präsident Kai Warnecke liege es nun an den einzelnen Kommunen selbst, herauszufinden, warum deutschlandweit so unterschiedliche Kosten entstehen. Doch durch eine größere Preistransparenz und einen daraus folgenden Wettbewerbsdruck könnten sogar die Preise für Verbraucher in Zukunft sinken.

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