DAK-BerichtStudie zu Bildung und Gesundheit: Kinder ungebildeter Eltern öfter krank

Die DAK-Studie offenbart drastische Zusammenhänge zwischen Bildung und Gesundheit in Familien. Kinder ungebildeter Eltern leiden demnach öfter an zahlreichen Krankheiten.

Welche Faktoren sind entscheidend dafür, ob ein Kind gesund oder krank ist? Wie der Kinder- und Jugendreport 2018 der DAK berichtet, spielt die Bildung hierbei eine besonders große Rolle. Gebildete Eltern haben gesündere Kinder. Stammen die Kinder jedoch aus einem weniger gebildeten Elternhaus, leiden sie signifikant häufiger an beispielsweise Karies oder Übergewicht.

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Die DAK-Studie wurde am Dienstag in Berlin vorgestellt und basiert auf den Versichertendaten von 588.000 Kinder und deren 426.000 Eltern.  Damit handelt es sich um eine durchaus repräsentative Untersuchung, die eine deutliche Korrelation zwischen Bildung und Gesundheit nachweisen konnte.

 

Wenig Bildung, mehr Karies

Wie sieht der Zusammenhang in der Praxis aus?  Kinder von Eltern ohne Bildungsabschluss erkranken knapp dreimal so häufig an Karies und leiden zweieinhalb Mal so häufig an Übergewicht.

Auch im Bereich von Verhaltens- und Entwicklungsstörungen ist der Zusammenhang nachzuweisen. Bei Kindern aus bildungsschwachem Elternhaus treten diese knapp 50 Prozent häufiger auf. Auch die Häufigkeit von Asthma und Allergien ist um 30 Prozent erhöht.

Im Umkehrschluss bedeutet das: Kinder gebildeter Eltern sind gesünder. Die DAK und der Verband der Kinder- und Jugendärzte nehmen die Studienergebnisse zum Anlass, vorbeugend aktiv zu werden. Ein Vorschlag ist die Einführung eines eigenen Schulfachs zum Thema Gesundheit. Auch für eine Zuckersteuer sprechen sich Verband und Krankenkasse aus.

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