GesundheitStudie: Zwei Monate Stillen, verringert das Risiko vor einem plötzlichen Kindstod

US-Forscher fanden heraus, dass bereits zwei Monate Stillzeit ausreichen, um das Risiko für den plötzlichen Kindstod bei bis zu Einjährigen zu reduzieren. 

Der plötzliche Kindstod (sudden infant death syndrome, SIDS) ist ein Alptraum vieler Eltern. Zwar ist die Sterberate deutlich zurückgegangen, trotzdem sterben rund 120 Kinder in Deutschland im Schlaf. Die genauen Umstände sind noch heute nicht geklärt. Mediziner vermuten mehrere Faktoren, wie u.a. Rauchen, eine Frühgeburt, genetische Vorbelastung, Überwärmung, zu weiche Bettunterlage oder die Bauchlage des Babys. Die sogenannte 3-R-Faustregel wird daher empfohlen: Rückenlage – Rauchfrei – Richtig gebettet.

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Plötzlicher Kindstod um 50 Prozent durch Stillen verringert

Stillen kann das Risiko des SIDS senken, da Muttermilch die Schutz- und Abwehrmechanismen des Kindes effektiv stärkt. US-Forscher fanden nun im Rahmen einer Studie heraus, dass bereits zwei Monate Stillen das Risiko für den plötzlichen Kindstod um bis zu 50 Prozent senken kann. Die Wissenschaftler werteten acht Studien weltweit von knapp 10.000 Fällen aus bei denen 2259 Kinder an SIDS gestorben waren und 6894 Kinder das erste Jahr überlebten. "Die Ergebnisse sind erstaunlich", sagte Kawai Tanabe, ein beteiligter Forscher. "Stillen ist aus vielen Gründen gut für das Baby, und das ist ein wirklich wichtiger Grund."

Dabei ist es nicht wichtig, ob ausschließlich gestillt oder zusätzlich mit der Flasche zugefüttert wird. 

Frauen, die aus gesundheitlichen oder anderen Gründen nicht stillen können, müssen sich dennoch nicht Sorgen: Wenn die 3-R-Faustregel beachtet wird, verringert sich das ohnehin schon geringe Risiko ebenfalls.

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