Food-TrendSuperfoods: So sehr leiden Bauern aus Bolivien unter der Beliebtheit von Quinoa

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Weil wir immer mehr Quinoa essen, leiden die Bauern in Bolivien
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Quinoa ist ein Nahrungsmittel, das bei Liebhabern von 'Superfoods' regelmäßig auf den Tisch kommt. Sehr zum Leid der Bauern aus Bolivien, die das Pseudo-Getreide seit jeher anbauen.

Sie hat fast doppelt so viel Eiweiß wie Reis und gilt als Bestandteil einer gesunden, vegetarischen Ernährung: Die Rede ist von 'Quinoa', einer Pflanze, die in Südamerika schon seit Jahrhunderten auf dem Speiseplan steht und von Anhängern der gesunden Küche in den letzten Jahren zunehmend entdeckt wurde. Dass hierzulande immer mehr Menschen Lachstatar auf Quinoa bestellen und sich mit Quinoa-Süßkartoffel-Bowls etwas ganz besonders Gutes gönnen wollen, hat aber auch seine Nachteile. 

Durch den Boom von Quinoa und der damit eintretenden Globalisierung, wird Quinoa heute auch in Regionen angebaut, in denen es früher keine Quinoa gab. Ursprünglich wurde die glutenfreie Pflanze fast ausschließlich in Bolivien angebaut. Das Land leider schwer unter der neuen Konkurrenz aus den USA, China und Indien, die sinkende Preise mit sich brachte: Wo viel nachgefragt wird, wird viel produziert, wo keine Knappheit mehr herrscht, sinken die Preise. Statt 6.000 Dollar pro Tonne Quinoa kostet eine Tonne Quinoa heute nur noch 2.500 Dollar

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Im deutschen Supermarkt kostet ein Päckchen Quinoa mit 250 Gramm rund 3,29 Euro. Dafür bekommen Bauern, die Quinoa anbauen, gerade mal 21 Cent, rechnet der Spiegel vor. 21 Cent, von denen auch noch vier Kinder ernährt werden müssen. Vielleicht sollten wir das im Hinterkopf behalten, wenn wir das nächste Mal vor dem 'Superfood'-Regal stehen; zur Abwechslung tut es ja auch mal die gute, regionale Kartoffel

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