Verkauf von Supermarkt-KetteSupermarkt Real vor dem Aus: 34.000 Jobs in Gefahr

Die Supermarkt-Kette Real steht vor dem Aus. 34.000 Mitarbeiter bangen um ihre Jobs. Wie es jetzt weitergeht.

Inhalt
  1. Verkauf von Real steht kurz bevor
  2. Zerschlagung der Supermarkt-Kette geplant
  3. Bald arbeitslos? 34.000 Jobs in Gefahr
  4. So geht es für Metro weiter

Für die Supermarkt-Kette Real ist der heutige Valentinstag ein rabenschwarzer Tag.

 

Verkauf von Real steht kurz bevor

Bei der Hauptversammlung der Metro AG, zu der die Supermarktkette gehört, entscheiden sich am 14. Februar 2020 die letzten Details zum Verkauf der 276 Real-Märkte. Laut Olaf Koch, Chef der Real-Mutter Metro, fehle nur noch die Zustimmung der Metro-Gremien und die der russischen Investorengruppe. Beide werden bei der Hauptversammlung erwartet. 

Am Donnerstagabend wurde bei einer außerordentlichen Sitzung die Trennung von Real beschlossen. 

 

Zerschlagung der Supermarkt-Kette geplant

Wie bereits am Donnerstag bekannt wurde, sollen bei einem erfolgreichen Verkauf umgehend 30 der noch bestehenden 276 Real-Märkte geschlossen werden. Langfristig ist sogar die komplette Zerschlagung angedacht und Märkte sollen an Edeka oder Kaufland verkauft werden. Die Käufer planen lediglich ein Kerngeschäft mit 50 Real-Märkten für weitere 24 Monate aufrecht zu erhalten. Welche Geschäfte schließen werden, ist jedoch noch unklar. 

 

Bald arbeitslos? 34.000 Jobs in Gefahr

Real beschäftigt laut Schätzungen des Betriebsrats etwa 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter pro Filiale. Insgesamt sind 34.000 Jobs in Deutschland von der Zerschlagung der Supermarkt-Kette Real betroffen. Laut der Süddeutschen Zeitung müssen nach Angaben des Gesamtbetriebsrates 10.000 Real-Mitarbeiter mittelfristig mit einer Kündigung rechnen.

 

So geht es für Metro weiter

Der Düsseldorfer Handelsriese Metro sucht schon seit einiger Zeit nach einem Käufer für die angeschlagene Supermarkt-Kette Real, die zuletzt für rote Zahlen sorgte. In Gesprächen soll man sich mit den Real-Interessenten X-Bricks und SCP grundsätzlich geeinigt haben. Die Supermarkt-Kette soll für einen Unternehmenswert von etwa einer Milliarde Euro den Besitzer wechseln. Nach einer erfolgreichen Vertragsunterzeichnung müssen dem Verkauf auch die Kartell- und Aufsichtsbehörden zustimmen. In Zukunft will sich Metro eher auf den Großhandel konzentrieren.

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