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Tanzverbot auf Hochzeit gekippt - es darf wieder getanzt werden

Ein Paar aus Hamburg hat einen Eilantrag gegen das Tanzverbot auf Hochzeiten gestellt - mit Erfolg.

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Um das Corona-Infektionsgeschehen einzudämmen, gelten in Deutschland nach wie vor strenge Regeln. Je nach Landesregierung unterscheiden sich die Bundesländer aber in dem Vorgehen. Zu den Bundesländern mit den strengsten Maßnahmen gehört unter anderem Hamburg.

Gericht hebt Tanzverbot bei Hochzeitsfeier auf

In der Hansestadt gibt es harte Vorgaben auch für private Feiern wie Hochzeiten. Neben einer begrenzten Zahl von Teilnehmer*innen gilt zum Beispiel auch ein Tanzverbot. Ein Paar hat sich nun gegen diese Regel mit einem Eilantrag zur Wehr gesetzt und Recht bekommen. Die beiden wollen am Wochenende in einem Veranstaltungsraum eines Hamburger Hotels mit 51 Personen über 14 Jahre feiern. Den Angaben zufolge sind von diesen 51 Menschen 41 vollständig geimpft.

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In der Begründung des Gerichts heißt es, dass es sich "um eine private Feierlichkeit mit bis zu zehn Personen" handelt, weil vollständig geimpfte Teilnehmer*innen "außer Betracht bleiben müssten". Das Tanzverbot sei "nach der im Eilverfahren vorzunehmenden summarischen Prüfung als unverhältnismäßig und damit verfassungswidrig", so die Schlussfolgerung.

"Keine relevante Gefahr" bei Tanzen auf Hochzeiten

Es werde das Tanzen auf Veranstaltungen verboten, von denen keine relevante Gefahr für das Infektionsgeschehen ausgehe, begründet das Gericht die Entscheidung. Dies gelte auch für die Hochzeitsfeier. Bei der Beurteilung sei nicht "die Gefährdung der Gäste der Hochzeitsgesellschaft untereinander" entscheidend, sondern nur die Gefährdung veranstaltungsfremder Personen.

Es sei "so gut wie ausgeschlossen, dass sich andere, nicht geladene Gäste zu der Veranstaltung gesellten", heißt es weiter. Auch für das eingesetzte Hotelpersonal sei kein relevant erhöhtes Infektionsrisiko erkennbar. Die Stadt Hamburg kann bei dem Hamburgischen Oberverwaltungsgericht Beschwerde gegen die Entscheidung einlegen.

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