Kinderwagen-Test Test: Diese Kinderwagen sind krebserregend

Diese Kinderwagen sind mangelhaft: Stiftung Warentest hat 2017 wieder Kinderwagen getestet und die Ergebnisse sind nicht erfreulich.

Viele Kinderwagen bekamen von Stiftung Warentest eine schlechte Note
Viele Kinderwagen bekamen von Stiftung Warentest eine schlechte Note
Foto: Istock
Inhalt
  1. Der Verlierer
  2. Sicherheitsmängel beim Knorr-Baby
  3. Der Testsieger
  4. Das beste günstige Modell

Krebserregend: Das ist sicherlich ein Begriff, den kein Elternpaar über den neu gekauften Kinderwagen hören möchte. Und doch: Ein Kinderwagen im Test fiel durch, weil er einen krebserregenden Stoff im Schiebegriff erhält. Aber es gibt auch gute Nachrichten: Einer der getesteten Kinderwagen enthält gar keine Schadstoffe und kostet sogar weniger als die meisten Modelle.

Insgesamt wurden zwölf Modelle getestet. Nur drei davon bekamen ein "Gut". Zwei wurden mit "Befriedigend" ausgezeichnet, drei mit "Ausreichend". Besonders erschreckend: Vier Modelle bekamen aufgrund von Sicherheitsmängeln und Schadstoffen nur ein "Mangelhaft".

 

Der Verlierer

Seit Oktober 2016 haben die Standardmodelle des Bugaboo einen Ledertragegriff, der auch für das Kind erreichbar ist. Der sieht schick aus, aber übersteigt den zulässigen Grenzwert für Tris-Dichlorpropylphosphat (TDCPP) um ein Vielfaches. Der Stoff steht im Verdacht krebserregend zu sein. Die Tester haben sich an dem Grenzwert orientiert, der auch für Kinderspielzeug gilt, da das Kind den Griff des Bugaboo auch mit dem Mund erreichen kann.

Der Bugaboo schneidet deshalb im Test nur mit einer Note von 4,6 ab und bekommt ein Mangelhaft. In anderen Kategorien schnitt der Wagen besser ab. Bei einem Preis von rund 1000 Euro trotzdem eine schlechte Leistung.

 

Sicherheitsmängel beim Knorr-Baby

Vor allem beim Knorr-Baby Kinderwagen (rund 600 Euro) sind große Sicherheitsmängel aufgefallen. Eigentlich sollte der Sitz mit vier Stiften befestigt sein. Hier waren es nur zwei, sodass der Sitz auch nach dem Einrasten kippen könnte und das Kind sich so verletzen kann. Der Wagen von Knorr wurde des nur mit einer 5,0 bewertet.

 

Der Testsieger

Der Britax Go Big von Römer ist der Testsieger unter allen Wagen. Mit einem Komplettpreis (mit Wanne, Schale und Buggyfunktion) von rund 1200 Euro gehört er ebenfalls zu den teuren Modellen. Allerdings ist er - im Gegensatz zu anderen Modellen - seinen Preis wert. Das Positive: Der Britax kann genutzt werden bis Kinder dreieinhalb sind. Vor allem die Proportionen des Sitzes überzeugen. Gute Handhabung und wenig Schadstoffbelatung kommen auch dazu.

 

Das beste günstige Modell

Der ABC Design für rund 600 Euro schneidet ebenfalls positiv im Test ab. Angelehnt an das Design der teuren Kinderwagen wie Bugaboo und Joolz konnte der Wagen trotz des günstigsten Preis überzeugen. Noch 2013 hatte Ökotest den Hersteller gerügt, weil Schadstoffe entdeckt wurden. Inzwischen scheint er dieses Problem in den Griff bekommen zu haben.

Auch der Joolz Geo Earth bekam ein "Gut" im Test. Auch hier gefielen die Länge der Tragetasche, sodass ein Kind auch im Liegen genug Platz hat. Außerdem ließ sich auch der Joolz gut handhaben und leicht zusammenklappen.

Der einzige Wagen, in dem keine Schadstoffe gefunden wurden, ist der Wagen von Naturkind. Er überzeugt mit dem Preis von rund 600 Euro.

 

 

 

Kategorien: