Buchrezension„The Mister“ von E. L. James: Das neue Buch nach "Fifty Shades of Grey"

Mit "The Mister" veröffentlichte E. L. James vor kurzer Zeit ihr erstes Buch nach "Fifty Shades of Grey". Das erwartet dich, wenn du das Buch liest. 

Ihr großer Erfolg, die "Fifty Shades of Grey"-Reihe, verkaufte sich 150 Millionen Mal. Die drei Filme, die auf Basis der Bücher entstanden, spielten weltweit mehr als eine Milliarde Euro ein. Nun meldet sich Erfolgsautorin E. L. James mit einem neuen Buch zurück. Das ist unsere Rezension zu „The Mister“.

 

„The Mister“ von E. L. James: Eine kleine Inhaltsangabe

Erzählt wird die Liebesgeschichte von Alessia und Maxim. Er ist der Mann, der alles hat und sein Leben in vollen Zügen genießt: Partys, auch mal Drogen und jede Mengen Frauen erfüllen seinen Alltag. Doch das ändert sich, als er mit einer Tragödie konfrontiert wird, die ihn nicht nur zum Erben eines Earl-Titels, sondern auch von viel Verantwortung macht. Sie wiederum ist die zurückhaltende Frau, die gerade erst ihren Weg nach England gefunden hat. Ihre Begegnung mit Maxim wird Alessias Leben für immer verändern und seines auch. Doch nur, wenn sie sich den Schrecken der Vergangenheit stellen und diese überwinden können.

 

Das erwartet Leser von "The Mister"

Fans der Liebesgeschichte in "Fifty Shades of Grey" werden vermutlich von Alessias und Maxims Erzählung angetan sein. Die Autorin liefert die Komponenten, die in einer Liebesstory mit Happy End vorgesehen sind. Natürlich kommt auch der Sex nicht zu kurz, doch das Thema BDSM wird hier nicht thematisiert. Wem das zu viel war, der kann also aufatmen. Überraschungen liefert der Roman auf den insgesamt 600 Seiten nicht wirklich - auch sprachlich nicht. Mein Eindruck beim Lesen war, dass ziemlich schnell klar ist, wie sich die Story im Weiteren entwickeln wird. Was irritiert: Maxims Sicht auf die Dinge ist in der ersten Person geschrieben, Alessias Perspektive wiederum in der dritten Person. Das hat mich wirklich gewundert. 

Achtung! Die folgenden Sätze enthalten Spoiler! Es gibt einige auffällige Ähnlichkeiten zwischen Alessia und Anastasia sowie zwischen Christian und Maxim. Leider ist genau das das Problem für mich als Leserin. Schon Anastasia, die Protagonistin aus "Fifty Shades of Grey", ist nicht gerade das Paradebeispiel für eine emanzipierte Frau und Alessia ist es schon ganz und gar nicht. Dass sie Maxims Putzfrau ist und ihn immer "Mister" nennt, sagt eigentlich schon alles. Auch in dieser Geschichte ist die Frau wieder absolut unerfahren, während der Mann seine Bettgenossinnen kaum noch zählen kann. Er ist dann der eine Mann, der sie retten kann und der von da an für immer alles für sie sein wird. Das entscheidet sich übrigens auch ziemlich schnell. Das überrascht vor allem, wenn man dabei bedenkt, was für Erfahrungen Alessia bisher mit Männern gemacht hat (damit meine ich, dass sie von Menschenhändlern entführt wurde und in ihrer Heimat Albanien zwangsverheiratet werden soll). 

Alles in allem liefert der Roman eine Liebesgeschichte, die auf einem Rollenbild basiert, gegen das sich Frauen seit Ewigkeiten wehren. Wer genervt auf unterwürfige Protagonistinnen reagiert, sollte "The Mister" nicht lesen.

Wer sich seine eigene Meinung über das Buch bilden möchte, kann "The Mister" zum Beispiel über amazon.de kaufen

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