Wegen Corona

Tierheime schlagen Alarm - Aufnahmestopp!

In der Corona-Krise haben sich viele für einen Hund entschieden, doch jetzt wollen die Besitzer die Tiere plötzlich wieder loswerden!

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Die Geschäfte geschlossen, die Restaurants zu und auch sonst war nicht viel möglich: Im Lockdown suchten die Menschen in Deutschland nach einer Beschäftigung - und wirkten dem Blues mit einem Haustier entgegen. Der Kauf von Hunden, Katze und Co. boomte im vergangenen Jahr.

Tierschutzbund schlägt Alarm: Viele geben ihre Tiere nach Lockdown wieder ab

"Die Nachfrage nach Tieren ist unglaublich gestiegen. Wir haben den Eindruck, dass jeder jetzt ein Tier haben möchte. Die Leute müssen Abstand halten und können keine Freunde treffen - die Sehnsucht nach Nähe ist größer geworden", erklärte Urte Inkmann, Tierärztliche Leiterin im Tierheim vom Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V., Anfang des Jahres gegenüber dem NDR.

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Schon damals warnten Tierschützer davor, dass diese Entwicklung nach dem Lockdown böse Folgen haben kann - und genau diese werden jetzt langsam sichtbar. Der deutsche Tierschutzbund zeigt sich nun angesichts zunehmend überlaufener Tierheime alarmiert.

Viele haben Tiere vorschnell über das Internet gekauft

"Unüberlegt online, aber auch im Zoofachhandel oder beim Züchter gekaufte Tiere landen nun bereits in einigen Fällen als Abgabetiere in den Tierheimen. Manche Tierheime mussten sogar schon einen Aufnahmestopp verhängen, weil die Kapazitäten erschöpft sind. Die Sorge, vor dem, was noch kommt, treibt alle Tierheime um“, so der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder, gegenüber der "Rheinischen Post".

Weil die Menschen in der Corona-Zeit Sehnsucht nach Nähe und Beschäftigung hatten, hätten viele Tiere auch aus dem Heim ein neues Zuhause gefunden. Doch nun ändert sich die Lage. "Anders als bei einer Adoption über das Tierheim, erfolgt der Kauf eines Tieres auch mal vorschnell. Insbesondere während der Pandemie haben wir und die Tierheime mit Sorge beobachtet, dass viele Menschen den vermeintlich einfachen und günstigen Weg über das Internet gewählt haben, um an ein Tier zu kommen", sagt Schröder.

Aufnahmestopp unter anderem im Tierheim Bremen

Die Folge: Während der Pandemie angeschaffte Tiere werden nun in den Tierheimen wieder abgegeben. Rückgaben gebe es dort dagegen kaum. "Denn für ihre eigenen Schützlinge stellen die Tierheime bei einer Adoption natürlich so gut es geht sicher, dass sie wirklich in ein Zuhause-für-immer ziehen."

Im Tierheim in München, aber auch in Stationen in den Bundesländern Berlin, Hessen, Rheinland-Pfalz, NRW und Niedersachsen mussten Tiere aufgenommen werden, die während der Pandemie neu angeschaffen wurden. Im Tierheim Bremen gibt es jetzt sogar einen Annahmestopp, weil die Katzen-, Hunde- und Kleinstierstation voll ist.

Artikelbild und Social Media: istock/ Sparveriuspict (Symbolfoto)

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