TierschutzTierquälerei in Indonesien: Das traurige Leben der Puppen-Affen

In Bogor in Indonesien tummeln sich kleine makabre Gestalten mit ausdruckslosen Puppenköpfen auf den Straßen und betteln um Geld. Es handelt sich um verkleidete Showaffen, die um die Aufmerksamkeit der Passanten buhlen. Was auf den ersten Blick vielleicht fasziniert, ist grausame Tierquälerei!

Das Schicksal der jungen Makaken-Affen in Indonesien bricht jedem Tierfreund das Herz. Femke den Haas, Gründerin des Jakarta Animal Aid Network (JAAN), arbeitet bereits seit mehreren Jahren an der Rettung der Tiere und kennt die grausamen Praktiken, mit denen die Affen trainiert werden. Als Babyaffen werden sie in der Wildnis gefangen und auf der Straße für $2 bis $7 verkauft, das sind nicht mal 6 Euro. Ihre neuen Besitzer trainieren die kleinen Affen auf brutale Art und Weise. Der Wille der intelligenten Tiere wird gebrochen und sie bekommen Kunststücke wie Fahrrad fahren oder das Stehen auf zwei Beinen beigebracht. Nicht alle Affen überleben diese Tortur.

 

Tödliches Vergnügen

Auf den Straßen der Städte erhalten die Affen schließlich ihre makabre Puppen-Verkleidung inklusive Metallketten. Ab diesem Zeitpunkt leben sie nur noch um Kunststücke vorzuführen und Geld für ihre Besitzer einzusammeln. Oft wachsen die Ketten in die Haut der Affen, wenn diese älter werden. Dadurch erleiden sie weitere Schmerzen und sind anfällig für Infektionen. In den meisten Fällen müssen die Affen bis zu 10 Jahre im Dreck der großen Straßen arbeiten. Wenn sie die Kraft verlässt, kommen sie zum Schlachter.

 

Der Tierschutz kämpft!

Femke den Haas hat in den letzten Jahren fast 200 Affen gerettet. Sie leben jetzt in einem Tempel in Jakarta. Die Organisation übt auch Druck auf die Regierung aus, doch der Prozess geht nur sehr langsam voran. Die Affen werden daher wohl auch in Zukunft auf die Hilfe des JAAN angewiesen sein. 

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