Klare Worte

Till Brönner: Darum feiert ganz Deutschland seine Botschaft!

Musiker Till Brönner macht seinem Ärger in einem Video Luft und erhält dafür von allen Seiten Zuspruch.

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Der am Mittwoch von der Regierung beschlossene Lockdown light trifft nicht nur Gastronomen hart. Neben der Schließung von Restaurants, Bars und Cafés, werden auch Veranstaltungen jeglicher Art verboten und Kinos, Theater und Opernhäuser geschlossen - eine erneuter Rückschlag für die Kultur-Szene in Deutschland.

Till Bröner wirft Regierung zu wenig Unterstützung für die Kultur-Szene vor

Star-Trompeter Till Brönner hat sich nun in einem Video bei Facebook und Instagram zu der derzeitigen Corona-Situation geäußert und deutliche Kritik an der Bundesregierung geäußert. Sein Vorwurf: die Politik würde viel zu wenig tun, um die Kulturschaffenden zu unterstützen.

"Das Land steht kulturell still und die Beweglichsten und Ehrlichsten tretet ihr mit den Füßen, wenn ihr nicht handelt“, stellt der Musiker klar. Während großen Konzernen "Milliarden in den Vorgarten" geworfen werden, müssten sich Künstler und Veranstalter mit Arbeitslosengeld zufrieden geben.

Till Brönner: "Kultur ist kein Luxus"

"Kultur ist kein Luxus, sondern ein Menschenrecht – und spült – man höre und staune – Geld in die Kassen des Staates!“, so Till Brönner. In der Show-und Kulturszene seien 1,5 Millionen beschäftigt, deutlich mehr als beispielsweise im Autobau, erklärt der 49-Jährige in seiner Wut-Rede.

Till Brönner ruft in dem Video Kulturschaffende dazu auf, sich Gehör zu verschaffen - zur Not auch durch die Gründung einer Gewerkschaft. Wenn die Menschen in Deutschland drei Tage lang keine Musik hören könnten, würden viele verstehen, wie wichtig die Szene in Deutschland sei, ist sich Till Brönner sicher.

Carolin Kebekus: Auch sie kritisiert Handeln der Politiker in der Corona-Krise

"Wenn ein gesamter Berufszweig per Gesetz gezwungen wird, seine Arbeit zum Schutze der Allgemeinheit ruhen zu lassen, dann muss doch die Allgemeinheit dafür sorgen, dass die Menschen nach Corona noch da sind“, fordert der Künstler und erhält dafür nicht nur Zuspruch von seinen Fans, sondern auch von Kollegen wie Sarah Connor oder The Boss Hoss.

Neben Till Brönner haben sich auch andere Prominente zur Situation der Kultur-Szene geäußert, darunter Campino von den Toten Hosen und Komikerin Carolin Kebekus.

Letztere erklärt in einem Brief an mehrere zuständige Bundesministerien, der auch von anderen Stars unterzeichnet wurde: "Kaum eine Branche hat seit Beginn der Pandemie härter dafür gearbeitet, ihren Zuschauer*innen wieder ein sicheres Erlebnis bieten zu können, als die Kulturbranche." Die Maßnahmen der Regierung kämen faktisch einem Berufsverbot gleich, so Kebekus. Deshalb fordere sie Hilfe aus Bundesmitteln für die angeschlagenen privatwirtschaftlichen Kulturstätten.

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