Apell an die Politik

Tim Mälzer zur Corona-Krise: In drei Monaten bankrott

Star-Koch Tim Mälzer hat sich zu Gast bei Markus Lanz zur Corona-Krise geäußert – mit alarmierenden Wahrheiten und konkreten Lösungsvorschlägen.

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Tim Mälzer (49) weiß eines ganz genau: Das Geld, das die Gastronomie während der anhaltenden Corona-Krise nicht verdient, kann sie später nicht mehr reinholen. Die Rechnung ist simpel: Hatte beispielsweise eine Familie vor, sich ein neues Auto zu kaufen, kann sie nach der Pandemie ganz einfach nachholen; aber niemand wird nach dem Kampf gegen das Coronavirus dreimal die Woche zum Essen ins Restaurant gehen.

Zu Gast bei Markus Lanz (51) hat der TV-Koch ernst Töne angeschnitten, aber auch Lösungsvorschläge auf den Tisch gebracht.  

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In drei Monaten unternehmerisch und privat bankrott

"Ich habe null Euro Einnahmen, ich habe jeden Tag 200 Mitarbeiter, die ich voll bezahlen muss. Das kann ich mir, als Tim Mälzer, der die Möglichkeit hatte, mir die letzten Jahre ein gewisses Polster aufzubauen, für ungefähr drei Monate leisten. Dann bin ich nicht nur unternehmerisch, sondern auch privat bankrott." 

Mit ernster Miene legte Tim Mälzer, der per Video-Livestream ins Fernsehstudio geschaltet war, die Karten offen: Die ausbleibenden Einnahmen treiben ihn, wie so viele seiner Gastronomenkollegen in den finanziellen Ruin. Bei ihm stehen momentan zwei Unternehmen vor der Schließung."Wenn da jetzt nicht sehr schnell Finanzhilfen kommen, die im Wesentlichen sich auf die Lohnkosten konzentrieren, dann werden in nächster Nähe sehr viele Unternehmen schließen müssen", betonte der TV-Koch. 

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Lösungsvorschläge bei Markus Lanz

Vizekanzler und Bundesfinanzminister Olaf Scholz (61) war ebenfalls per Video zur Sendung von Markus Lanz geschaltet. Ihm unterbreitete Tim Mälzer zwei konkrete Lösungsvorschläge, die Gastronomen während der Corona-Krise helfen könnten: Die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auf bis zu 100% und die Erlassung der Mehrwertsteuer bis zum Ende des Jahres. 

Den Vorschlag Scholz' die Mietbelastung in der Zeit der Krise zu verringern, befand Mälzer grundsätzlich für gut. Eine Unterstützung bei den Lohnkosten hält er allerdings für weitgreifender.

Von Krediten für Gastronomen hält der TV-Koch indes wenig. "Das Steak, was ich heute verkaufe, verkaufe ich übermorgen nicht zweimal. Dadurch verzögert man nur Insolvenz", machte er seine Sicht der Dinge deutlich. 

Die ganze Folge in der ZDF-Mediathek sehen.

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Lob für Tim Mälzer in den sozialen Medien

Auf Instagram hatte Tim Mälzer seinen virtuellen Besuch bei Markus Lanz angekündigt und dort entspinnt sich gerade eine rege Diskussion zu dem Thema Gastronomie in der Corona-Krise. Mälzer wird dabei vor allem für seine deutlichen Worte und klaren Lösungsvorschläge gelobt. Viele seiner Instagram-Abonnenten legen ihm gar einen Wechsel in die Politik ans Herz. 

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